- Giulia Maenza studiert in Südafrika

Mein Namibia Aufenthalt

Zudem habe ich mit zwei weiteren internationalen Studentinnen einen Roadtrip durch ganz Namibia unternommen. Namibia unterscheidet sich stark von Südafrika, da aufgrund der Wüste und verschiedener Nationalparks viel weniger Infrastruktur vorhanden ist. Die Schere zwischen Arm und Reich ist in Namibia kleiner und deswegen ist es dort weniger gefährlich als in Südafrika, vor allem aufgrund der geringeren Kriminalität.

Von Port Elizabeth aus bin ich über Johannesburg nach Windhoek geflogen. Angekommen am sehr kleinen Flughafen, ging es sofort zur Autovermietung, damit das Abenteuer direkt starten konnte. Wir haben sofort gemerkt, dass das Klima in Namibia sich von dem Klima in Port Elizabeth nochmal unterscheidet, da es von den Temperaturen her wärmer wird und die Luftfeuchtigkeit sehr niedrig ist. Dadurch lässt sich die Hitze sehr gut aushalten. Allerdings ist es so trocken, dass selbst die Lippen und die Haut sehr trocken werden.

Unsere Rundreise begann in Richtung Norden auf dem Weg zu dem Etosha Nationalpark (sehr großer Nationalpark – ähnlich wie der Krüger Nationalpark in Südafrika). Dort haben wir den nächsten Tag eine Safari mit unserem eigenen Auto unternommen. Die Landschaft war sehr steinig und es gab wenig Bäume, dies war sehr vorteilhaft, denn so konnten wir die Tiere schneller entdecken. Die Safari war wirklich sehr abenteuerlich, da Zebras uns den Weg versperrten und wir viele Giraffen, Elefanten, Antilopen, Sträuße und Löwen mit jungen Löwen gesehen haben.

Der Roadtrip ging weiter nach Swakopmund, einem kleinen Städtchen an der Atlantikküste, wo Wüste und Meer aufeinander treffen. In dem Ort kann man durch die Bauten den deutschen Einfluss aus Kolonialzeiten deutlich erkennen. Es war sehr überraschend und witzig auf einmal, am anderen Ende der Welt deutsche Wörter und Bezeichnungen wieder zu finden und festzustellen, dass einige Einheimische immer noch Deutsch sprechen können und dies in der Schule lernen.

Von dort ging es auf der Route weiter nach Sossusvlei in die Wüste und zu den großen orangefarbigen Dünen. In der Namib Wüste war es sehr beeindruckend die „Dune 45“ (eine der höchsten Dünen weltweit) hochzugehen und die Dünen in Sossusvlei zu besichtigen. Dies war eines meiner Highlights des gesamten Namibia Trips.

Zum Schluss waren wir beim Fish River Canyon, dieser ist nach dem Grand Canyon der zweitgrößte Canyon der Welt. Der Canyon war wirklich sehr beeindruckend und man kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Dort haben wir auf einer Farm geschlafen und durften dort Baby-Ziegen füttern.

Der Trip war wirklich sehr erlebnisreich und hat viel Spaß gemacht und durch die Wüste und Savanne in Namibia, hat man Afrika von der Seite kennengelernt, mit der man den Kontinent oft sofort assoziiert.

Viele Grüße
Giulia