Merle Wiesner schreibt aus Budapest, Ungarn

Zitat

„Szia! Oder auch Hallo zusammen!

Ich bin mittlerweile schon 2 Monate hier in Budapest und kann gar nicht glauben, wie schnell die Zeit vergeht. Geplant sind insgesamt 4 Monate Aufenthalt in Budapest um mein 5. Semester in BWL an der Edutus Universität zu absolvieren. Ich hatte zu Beginn einige Bedenken, in einem anderen Land zu studieren und alles auch noch auf Englisch. Diese Bedenken haben sich jedoch schnell in Luft aufgelöst und ich bin mir absolut sicher, dass ich mit der Entscheidung nach Budapest zu gehen alles richtig gemacht habe!

 

Anreise und Wohnen in Budapest

Zuerst einmal muss ich sagen, dass es sich wirklich sehr einfach und komfortabel von Deutschland nach Budapest reisen lässt. Mit der ungarischen Airline WizzAir kann man ab Hannover zu sehr erschwinglichen Preisen (wenn man rechtzeitig bucht) direkt nach Budapest fliegen. Auch von Berlin und mehreren anderen deutschen Flughäfen werden Flüge dieser Airline nach Budapest angeboten.

Nach knapp 1 ½ Stunden Flugzeit landet man dann etwas außerhalb auf einem vergleichsweise eher kleinen Flughafen. Das ist jedoch sehr komfortabel, da man so nach kurzen Wegen schnell den Ausgang des Flughafens erreicht, von wo man für umgerechnet 3 € mit dem Bus 100 E direkt in das Zentrum Budapests gebracht wird. Eine Taxifahrt, die wie die Busfahrt ca. ½ Stunde dauert, ist vergleichsweise teuer.

Wer sich auf Wohnungssuche in Budapest begibt, sollte damit frühzeitig beginnen, da gerade zum Semesterstart viele Wohnungen, vor allem in den angesagten Bezirken wie der fünfte, sechste und siebte Bezirk, schon vermietet sind. Auch sollte man darauf achten, dass viele Vermieter ihre Wohnungen meistens für mindestens ein Jahr vermieten wollen. Wer also kürzer bleiben möchte, sollte es wie ich mit einem AirBnB zur Langzeitmiete versuchen, womit ich gute Erfahrungen gemacht habe.

 

Die Universität

Der Hauptcampus der Edutus Universität liegt in der circa 50 km westlich von Budapest entfernten Stadt Tatabánya, der Campus in Budapest ist im Verhältnis dazu relativ klein und überschaubar. Die Vorlesungen finden in kleineren Gruppengrößen statt. In den Kursen, die ich besucht habe, saßen in der Regel immer zwischen 5 bis 15 Studenten. Ich empfand dies sehr positiv, denn durch die kleinere Gruppe fand viel Austausch mit den Dozenten statt und die Vorlesungen waren zum Teil sehr interaktiv gestaltet und haben zum Mitdenken angeregt. Die Vorlesungszeiten sind denen bei der Ostfalia sehr ähnlich: Die ersten Vorlesungen starten morgens um 8 Uhr, die letzten gehen bis kurz nach 18 Uhr. Eine Mittagspause wird zwischendurch um 13 Uhr für eine halbe Stunde eingelegt. Ich habe Kurse wie International Economics, Statistic, EU Studies und Logistic belegt, welche ich auf jeden Fall empfehlen kann.

 

Stadt, Land und Menschen

Budapest ist die Hauptstadt und zugleich mit Abstand die größte Stadt in Ungarn. In den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen, zieht es immer mehr Menschen nach Budapest, was ich auch vollkommen nachvollziehen kann. Denn die Stadt hat viel zu bieten: sehr viele, bei Tag und bei Nacht schöne Sehenswürdigkeiten und alle mehr oder weniger fußläufig aus dem Zentrum heraus zu erreichen. Grüne Parkanlagen, ein aktives Nachtleben sowie jede Menge Einkaufsmöglichkeiten und vor allem: ganz viel Abwechslung. In Budapest ist für jeden etwas dabei, sei es historisch bedingt durch die zahlreichen Sehenswürdigkeiten, alternativ angetrieben durch viele verschiedene, hippe Cafés, abenteuerlich durch das Nachtleben des siebten Bezirks oder ganz einfach glamourös auf der Fashion Street im Herzen Budapests.

Beeindrucken kann Budapest auch mit seinen Thermen: als europäische Hauptstadt der Bäder gibt es eine sehr große Auswahl an Thermalbädern in den inneren Stadtbezirken, wo sich ein Besuch absolut empfehlen lässt. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen unter anderem die Fischerbastei mit der Matthiaskirche, das Parlament sowie die drittgrößte Basilika Ungarns, die St. Stephans Basilika. Um den Ausblick über Budapest mit all seinen Sehenswürdigkeiten zu genießen, ist die Aussichtsplattform bei der Freiheitsstatue auf dem Gellertberg sehr zu empfehlen. Hier kann man ein einzigartiges Panorama der ganzen Stadt am Tag, während der Dämmerung oder bei Nacht, erblicken.

Möchte man neben Budapest auch andere Teile Ungarns bereisen, so gibt es viele, günstige Bahnverbindungen ausgehend von den vier verschiedenen Bahnhöfen in Budapest. Ungarn beeindruckt durch eine schöne, grüne Landschaft und viele historische, kleine Städte in die sich mindestens ein Tagesausflug lohnt, wo sich vor allem Städte wie Esztergom und Szentendre empfehlen. Außerdem kann ich einen Ausflug in die Puszta Ungarns sehr ans Herz legen. Wir haben hier einen traditionellen, ungarischen Hof mit Wildpferden, ungarischer Pferdeshow und typischen traditionellen Essen und Trinken besucht.

Auch ein Ausflug zum See Balaton ist vor allem im Sommer zu empfehlen, welcher durch eine günstige Zugfahrt innerhalb von 2 ½ Stunden gut von Budapest aus zu erreichen ist. Durch seine Größe von 592 Quadratkilometer fühlt es sich an, wie ein Tag am Meer. Vor allem das kleine Dorf Tihany hat es mir angetan, jedoch denke ich, dass auch die vielen anderen kleinen Orte viel zu bieten haben.

Gerade im Herbst empfiehlt sich auch eine Wanderung in den Budaer Bergen. Mit dem Sessellift lässt sich der Janos Berg vom Buda-Rand der Stadt aus gut als Ausgangs-punkt erreichen. Nach einem kurzen Marsch erreicht man dann auch mit 527 Metern den höchsten Punkt Budapests, den Elisabeth Aussichtspunkt. Von hier aus erreicht man, mit einem Zwischenstopp um den besten Strudel Ungarns zu essen, die Kinder-eisenbahn. Die halbstündige Bahnfahrt ist ebenfalls sehr zu empfehlen, da sie direkt durch die Berge, Wälder und das Grüne verläuft.

Die Menschen hier in Budapest habe ich bis jetzt als sehr freundlich wahrgenommen. Viele von ihnen sprechen etwas Englisch oder sogar Deutsch, weshalb es bei der Verständigung bisher keine Probleme gab. Selbst wenn sie keins von beidem sprechen, haben sie versucht einem weiterzuhelfen und waren nicht abweisend oder gar unfreundlich. Außerdem merkt man, dass die Ungaren ein sehr stolzes Volk sind, weshalb auch Feiertage dementsprechend zelebriert werden.

Des Weiteren ist mir aufgefallen, dass die Ungarn es mit der Pünktlichkeit eindeutig etwas lockerer sehen als wir Deutschen, es ist also in Ordnung, mal 5 bis 15 Minuten zu spät zu einer Vorlesung oder einem Treffpunkt zu erscheinen. Gewöhnungsbedürftig ist vor allem die Währung hier im Ungarn, der Forint. 1 € entspricht 350 Forint, das heißt, selbst ein Einkauf im Supermarkt kostet schnell mal 12.000 Forint. Hier kommt man also schnell ins rechnen, wenn man sich die Preise in Euro umrechnen möchte. Aber auch das hat man nach einiger Zeit drauf.

Die ungarische Kultur ähnelt jedoch schon etwas der deutschen, oder zumindest der europäischen Kultur, weshalb man sich hier nicht wirklich fremd fühlt und sich gut und schnell einleben kann.

Für mich sind nun die letzten zwei Monate angebrochen. Ich freue mich auf viele weitere Erfahrungen in dieser spannenden Stadt. Ein Bericht darüber erfolgt natürlich nach meiner Rückkehr.“

 

Viele liebe Grüße und bis dahin,

Merle

 

- Schülerin spricht über Jahr in England

IFK-Stipendiatin Lorena Leicht verbrachte ein Schuljahr im englischen Internat „Taunton School„. Kürzlich berichtete die Wolfsburger Schülerin über Ihre Eindrücke und gab eine klare Empfehlung für ein Jahr im Ausland – auch während der Schulzeit. Der IFK fördert neben Studierenden auch Schülerinnen und Schüler, die Erfahrungen im Ausland sammeln möchten.

IFK-Stipendiat Lennart Kumher schreibt aus Setúbal, Portugal

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IFK-Stipendiat Lennart Kumher schreibt aus Setúbal, Portugal:

„Olá aus Portugal! Seit zwei Monaten befinde ich mich in meinem Auslandssemester in Portugal. Genauer gesagt, studiere ich im schönen Städtchen Setúbal, südlich von Lissabon. Das Auslandssemester mache ich im Rahmen meines BWL-Studiums am Institúto Politecnico de Setúbal (IPS). Hier studieren ca. 6100 Studenten, darunter rund 150 internationale Studenten pro Semester aus allen Teilen Europas und Brasiliens.

Der Campus der Universität ist um einiges größer, als der Campus der Ostfalia Hochschule in Wolfsburg. Zur Universität zählen die verschiedensten Fakultäten. Von der Fakultät Gesundheit bis zur Fakultät Wirtschaft ist alles dabei. Die Universität liegt sechs Kilometer von Setúbal entfernt, ist mit dem Zug aber innerhalb von fünf Minuten zu erreichen. Wie die meisten anderen internationalen Studenten, wohne ich in der Innenstadt. In der Innenstadt ist alles fußläufig erreichbar, ansonsten kann man aber auch per Uber jeden Punkt in der Region Setúbal erreichen.

 

Die Region und das Leben in Portugal

Setúbal liegt inmitten des Naturschutzgebietes Arrábida. Hier findet man schöne Wanderwege und einige der schönsten Strände Portugals. Direkt vor der Stadt Setúbal liegt die Insel Tróia. Hier erstreckt sich ein kilometerlanger Sandstrand bis weit in den Süden Portugals. Das Wasser ist glasklar und der Sand weiß. Tróia ist außerdem dafür bekannt, Delfine vom Strand aus beobachten zu können. Für mich war es ein unbeschreibliches Erlebnis, die Delfine vorbeischwimmen zu sehen, während ich mit Freunden am Strand lag.

Ansonsten besticht Setúbal durch die perfekte Anbindung an Portugals Hauptstadt Lissabon. Mit Bus oder Bahn ist Setúbal nur 45 Minuten von der Innenstadt Lissabons entfernt. 

In Portugal dreht sich die Uhr langsamer als in Deutschland. Meist beginnen die Vorlesungen um 09.30 Uhr oder 10.30 Uhr. Die Portugiesen nehmen sich gerne Zeit für einen Kaffee in der Mittagspause oder ein Glas Wein mit Freunden. Im Allgemeinen verbringen die Portugiesen viel Zeit mit Freunden und Familie, bis spät in die Nacht. Viele Portugiesen berichten mir, dass sie kaum mehr als fünf Stunden pro Nacht schlafen, da sie sehr spät zu Abend essen und dann jeden Abend meist lange ausklingen lassen.

Außerdem essen die Portugiesen sehr viel Fisch. Natürlich bedingt aufgrund der geographischen Lage, direkt am Atlantischen Ozean. Eine besondere Spezialität ist der Fisch Bacalhau (Stockfisch), welchen die Portugiesen in verschiedensten Arten zubereiten. Wer Portugal besucht, sollte sich diese Spezialität also nicht entgehen lassen. Setúbal selbst ist bekannt für das Gericht Choco Frito. Wer jetzt an Schokolade denkt, liegt hier jedoch falsch. Es handelt sich um frittierten Tintenfisch, vergleichbar mit Calamaris.

 

Mein Studentenleben in Portugal

Studiert wird als ERASMUS-Student am IPS im Rahmen des Internationalen Moduls. Dies bedeutet, dass die international Studierenden unter sich bleiben und nicht mit Portugiesen zusammen studieren können. Einerseits wächst unter den Internationals ein richtiges Gemeinschaftsgefühl zusammen und man lernt jeden Einzelnen richtig gut erkennen, andererseits treffe ich kaum auf Portugiesen und so fällt es mir sehr schwer mich in das Universitätsleben zu integrieren. Auch die Portugiesen sehen nicht die Notwendigkeit, den Kontakt zu den Austauschstudenten zu suchen.

Ich habe drei Kurse in Portugal belegt. Aufgrund meines starken Interesses für den Bereich Marketing und Vertrieb, habe ich mich für die Kurse International Marketing, Digital Marketing und People in Organization eingetragen. Es ist toll, dass die Dozenten eine andere Sicht auf die Thematiken geben und man so noch tiefer in die Thematik einsteigen kann. Ein großer Unterschied zu den Vorlesungen in Deutschland ist, dass am Ende des Semesters keine Klausuren geschrieben werden müssen. Die Bewertung der Studenten erfolgt durchgängig. Beispielsweise durch mündliche Beteiligung oder das Vorbereiten von Vorträgen und Hausaufgaben. Abschließend wird ein kleiner Test geschrieben, um das Gelernte nochmals zu überprüfen. Würde ich durch einen Kurs durchfallen, besteht die Möglichkeit durch eine Rettungsklausur, den Kurs trotzdem noch zu bestehen. Insgesamt ist der Schwierigkeitsgrad etwas unter den Vorlesungen in Deutschland angesiedelt. Das Arbeitsklima während der Vorlesungen ist jedoch deutlich besser und macht Spaß, da die Dozenten uns aktiv in die Vorlesungen einbinden.

 

Meine Ausflüge in Portugal

Portugal ist ein tolles Reiseziel und man sollte sich Zeit für das gesamte Land nehmen. Die Natur ist sehr vielfältig und bietet einige der schönsten Strände Europas, aber auch unglaublich schöne Flusslandlandschaften, Berge zum Wandern und malerische Küstenstädtchen. Ich habe bereits viele Ziele in Portugal bereisen können und jede Reise übertrifft die andere nochmals. In Portugal habe ich schnell neue Freundschaften gefunden und reise deshalb viel in kleineren Gruppen durch ganz Portugal.

Mein absolutes Highlight war meine Reise auf die Azoren-Insel Sao Miguel. Die Landschaften sind traumhaft schön. Unzählige Seen, die in Vulkankratern entstanden sind, zieren die Insel. Die Flora und Fauna auf der Insel sind einzigartig. Es können Wale und Delfine beobachtet werden und Abenteuer wie Coasteering erlebt werden. Coasteering ist das Springen von Klippen und das Schwimmen im wilden Ozean. Für mich war es ein einmaliges Erlebnis, an welches ich mich immer erinnern werde.

Unteranderem war ich mit Freunden auch an der Algarve in den Städten Albufeira, Lagos, Faro und Portimao. In der Nähe von Lagos befindet sich beispielsweise der südwestlichste Punkt Europas. Kilometerlange Klippen zieren die Küstenlandschaft der Algarve. Wir sind auf den Klippen gewandert und dabei auf den ein oder anderen versteckten Strand gestoßen. An der Algarve herrscht außerdem die Sonnengarantie. Bis Ende Oktober/ Anfang November kann man hier mit mehreren Sonnenstunden pro Tag rechnen und muss sich so keine Gedanken um schlechtes Wetter machen.

Ein weiterer Ausflug führte mich in die Stadt Porto. Porto liegt im Norden Portugals, direkt am Fluss Douro und ist bekannt für seine engen Gassen und bezaubernden Häuser. Vermutlich jeder kennt dieses Postkarten-Image der Stadt. Des Weiteren ist Porto für seinen Wein bekannt, den sogenannten Portwein. Ich habe es mir also nicht nehmen lassen, diesen Wein zu probieren. Am besten eignet sich dafür das Familienunternehmen Porto Augusto’s, welches einen Einblick in die Weinfertigung bietet und danach zur Verköstigung einlädt. Natürlich kann hier der Wein auch direkt gekauft werden.

Wenn man in Portugal ist, sollte man auf jeden Fall einmal Surfen gewesen sein. Portugal ist der Surf-Hotspot Europas. Hier herrschen optimale Bedingungen, gerade auch für Anfänger. Ich bin mit ein paar Freunden vom 01. – 04. November in der Region Cascais surfen gewesen. Wir haben in einem Hostel geschlafen und natürlich jeden Morgen Yoga-Unterricht gehabt, wie es sich für richtige Surfer gehört.

Anschließend ging es täglich, nach einem stärkenden Frühstück, in die Wellen. Die Besitzerin des Hostels war sehr spirituell und so hatten wir auch die Möglichkeit an einer Kakao-Zeremonie mit Scharmanen aus Mexiko teilzunehmen. Das Surfen hat mir so gut gefallen, dass ich auch die nächsten Wochenenden surfen werde. Das Wetter ist weiterhin gut und Temperaturen um die 20 Grad sind noch bis Ende November garantiert.

Für mich sind nun die letzten zwei Monate angebrochen. Ich freue mich auf die Zeit und bin gespannt, welche weiteren Erfahrungen ich machen werde. Natürlich werde ich über die letzten Erfahrungen ausführlich nach meiner Rückkehr berichten.

 

Bis dahin sende ich sonnige Grüße an alle.“

Ihr/ Euer Lennart!

 

 

Mein Leben am anderen Ende der Welt

Zitat

Malin Warnken schreibt über ihr „Leben am anderen Ende der Welt“:

 

„Nun bin ich schon fast 3 Monate in Südafrika. Weit weg von meiner Familie, meinen Freunden und meiner gewohnten Umgebung. Anfangs hatte ich etwas Bedenken, in einem anderen Land zu studieren und alles auf Englisch bewältigen zu müssen. Jedoch kann ich sagen, dass sich diese Bedenken in den ersten Wochen schnell in Luft auflösten und ich mit der Entscheidung nach Südafrika zu gehen, eine der Besten Entscheidungen meines Lebens getroffen habe!

Die erste Woche

Als ich in Port Elizabeth aus dem Flugzeug stieg, schien die Sonne und eine frische Brise Wind blies mir ins Gesicht. Nun konnte ich endlich realisieren, dass ich ein Semester lang in Südafrika an der Nelson Mandela University verbringen werde.

Am Flughafen angekommen, traf ich direkt ein paar andere internationale Studenten und wir wurden gemeinsam zu unserer Unterkunft, dem “Campus Key”, gebracht. Die Unterkunft ist nur wenige Minuten von unserer Universität entfernt und ich fühle mich dort sehr wohl. Die meisten internationalen Studenten leben dort. Ich lebe in einer WG mit meiner deutschen Freundin, die mit mir gereist ist, einer Amerikanerin und mit zwei Südafrikanerinnen zusammen. Das Wohnheim ist noch sehr neu und modern gestaltet. Wir haben eine Dachterasse, gemeinsame Lernräume und auch Waschmaschinen und Wäschetrockner stehen uns jederzeit zur Verfügung. Zudem haben wir ein kleines Fitnessstudio auf der obersten Etage mit Blick auf das Meer.

Die ersten Tage dort waren jedoch etwas chaotisch, da die Wohnungen nicht gut ausgestattet sind. Man muss sich vieles selbst kaufen. So galt es für uns, am ersten Tag mit einem Uber in das fünfzehnminütig enfernte Einkaufszentrum zu fahren, um erst einmal Bettwäsche und die wichtigsten Utensilien für das Bad und die Küche zu besorgen.

Damit wir in Zukunft mobiler sein konnten, entschieden meine Freundin und ich uns dazu, uns ein Auto mit drei anderen Mädchen zu leihen. Die Studenten in Port Elizabeth haben das Glück, dass es eine Autovermietung gibt, die sehr günstig alte Autos an die Studenten vermietet. Anderenfalls ist das Uber fahren eine gute und sichere Möglichkeit, um schnell von einem Ort zum anderen zu gelangen.

Die Universität organisierte in der ersten Woche eine Orientierungswoche für uns internationale Studenten, in der viele organisatorische Dinge geklärt wurden. Wir erhielten unter anderem unseren Studentenausweis und uns wurde gezeigt, wie man sich online im Portal anmelden kann. Zudem machten wir einen Rundgang über das Unigelände, da die Universität, anders als zu Hause, sehr groß ist. Wir wurden außerdem auch darüber aufgklärt, zu welchen Ärzten wir gehen können, wenn wir krank sind, und welche Sicherheitsregeln man beachten sollte.

In der ersten Woche lernten wir auch das Nachtleben von Port Elizabeth kennen. Es gibt nicht viele Clubs, aber es ist doch immer etwas los, ob in der Woche oder am Wochenende. Dadurch lernten wir uns alle noch besser kennen. Jeden Dienstag steht zum Beispiel der Karaoke Abend im Barney’s auf der Liste.

 

Die Universität und meine Kurswahl

Das System an der Universität ist etwas anders aufgebaut, als wie wir es von der Ostfalia Hochschule in Wolfsburg kennen. Ich belege hier zwei Bachelorkurse im Bereich BWL und wir schreiben während des Semesters einige unangekündigte und angekündigte Tests sowie Hausarbeiten. Um für die Klausur am Ende des Jahres zugelassen zu werden, benötigt man hier schon einmal eine Mindestpunktzahl. Der Aufwand ist deshalb größer als an unserer Hochschule, jedoch lernt man somit schon das ganze Semester aktiv mit, so dass es einem am Ende des Jahres leichter fällt für die Klausur zu lernen.  

Unsere Dozenten sind noch sehr jung und sie nehmen uns internationalen Studenten sehr offen und herzlich in Empfang. Bei Fragen und Problemen haben sie immer ein offenes Ohr für mich.

Ich habe mich außerdem für den Kurs “Community Service Learning” entschieden. Hier kann ich mich in einem sozialen Projekt oder einer sozialen Organisation mit einbringen und diese unterstützen. Ich entschied mich dazu in dem Tierheim “Animal Welfare Society” in Walmer zu helfen. Ich kümmere mich dort jeden Mittwoch für drei Stunden um die Hunde und Katzen. Zum Besipiel gehe ich mit den Hunden spazieren, damit sie mehr Auslauf am Tag bekommen. Die Arbeit mit den Hunden macht großen Spaß, am liebsten spiele ich mit den Babyhunden.

 

Reisen, Erleben, Genießen

An den Wochenenden versuchen wir dem Unistress zu entkommen und lernen das Land besser kennen. Wir machen häufig Ausflüge in nahe gelegte Orte. Einer der schönsten Ausflüge war der Ausflug nach Hogsback. Wir mieteten uns dort mit zwölf Jugendlichen ein großes Haus mit Kamin und großem Garten. An diesem Wochenende feierten wir auch meinen Geburtstag.

Ein anderes, unvergessliches Wochenende erlebte ich in Plettenberg Bay, an dem wir mit Robben tauchten und die Delfine vom Boot aus nächster Nähe beobachten konnten. Auch die Wanderwege dort sind atemberaubend schön.   

Außerdem befindet sich ganz in der Nähe von Port Elizabeth der Addo-Elephant-National Park. Hier erlebten wir die Elefanten, Zebras, Büffel und viele weitere Tiere aus unglaublicher Nähe. Anstelle dies mit einer geführten Tour zu erleben, entdeckten wir die Tierwelt lieber selbt mit unserem eigenen Auto.

Die freie Woche zwischen den beiden Terms des Semesters verbrachte ich in Kapstadt und wir fuhren die Garden Route entlang. Kapstadt ist eine atemberaubende und sehr vielfältige Stadt. Wir entdeckten traumhafte Strände zum spazieren gehen und erkundeten die Stadt mit zahlreichen Märkten und alternativen Läden. Ich stand am Kap der Guten Hoffnung, dem südwestlichsten Punkt von Südafrika, konnte am Boulders Beach Pinguine beobachten und kletterte auf den weltberühmten Tafelberg. Aus der Stadt raus, ging es als erstes in die Weinberge nach Franchhoek. Dort konnte man die Weinvielfalt Südafrikas erleben, aber auch mehr über den Anbau und die Herstellung anderer Lebensmittel erfahren. In Hermanus hatte ich das Glück Wale beobachten zu können. Eines der für mich schönsten Orte entlang der Garden Route ist für mich jedoch Wilderness. Die Landschaft dort ist atemberaubend. Ich machte eine Kanutour im Wilderness-Nationalpark bis hin zu einem Wasserfall. Auch diese Woche verging wie im Flug.

Wenn ich jetzt zurückblicke, bemerke ich, dass ich schon einiges in der Zeit hier erlebt habe und trotzdem gibt es noch so viele Orte in Südafrika, die darauf warten in den nächsten Wochen von mir entdeckt zu werden. Ich kann es kaum erwarten meine Tasche für den nächsten Wochenendtrip zu packen!

 

Ganz liebe Grüße

 

Malin 

- Musik verbindet Jugendliche aus den Partnerstädten

Der IFK unterstützte erstmalig das Deutsch-Italienisch-Polnische Konzert anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls & 30 Jahre Städtepartnerschaft Wolfsburg-Halberstadt im Schloss Wolfsburg. Junge Musikerinnen und Musiker aus  Bielsko-Biała, Pesaro, Halberstadt und Wolfsburg musizierten zusammen.

- Integration ist ein Prozess

Der IFK lud wieder zu seinem Gesprächsformat „WOBversation“: In den Dialog zum Thema „Integration – Realität, Vision oder Utopie?“ traten dieses Mal Ariane Kilian, Leiterin Konzern Flüchtlingshilfe der Volkswagen AG, und Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung & Integration der Stadt Wolfsburg. Michel Junge, Geschäftsführer der phaeno gGmbH, moderierte.