- Lorena Leicht besucht die Taunton School in England

„Allen, die zurzeit überlegen, ob sie den Schritt wagen und noch in ihrer Schulzeit ins Ausland gehen sollen, kann ich nur dazu raten.“ 

Die zweite Hälfte meines Auslandsjahres ist leider schon vorbei. So viele schöne Dinge sind passiert, die man an zwei Händen nicht mehr abzählen kann. Ich möchte nun von den Highlights der zweiten Hälfte meiner Zeit in England berichten…

Rag Week
Ich habe England als ein Land kennen gelernt, das großen Wert darauf legt, ein allgemeines Wohl zu schaffen. Die Menschen dort sind bereit sehr viel Engagement für die „Charity“ (Wohltätigkeit) aufzubringen. Die sogenannte „Rag Week“ ist eine der wohl spannendsten Wochen an der Taunton School im ganzen Jahr. Alles dreht sich in dieser Woche darum, auf unterschiedlichste Weise Geld zu sammeln, das am Ende dieser Woche an verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen gespendet wird. Dafür wurden zum Beispiel Konzerte, Debatten, Partys oder Wettbewerbe organisiert, für die man jeweils einen Pfund zahlen musste, um teilnehmen zu dürfen.

Chapel
Besonders erwähnenswert ist außerdem der wöchentliche, obligatorische Besuch der
schuleigenen Kapelle. Dieser ist auf englischen Schulen absolut üblich. In einer im Vorhinein festgelegten Formation laufen die Schüler in die Kapelle ein und sitzen dann
geschlechtergetrennt, jedes Haus des Internats separat. Die Gestaltung des Gottesdienstes wird hin und wieder von den jeweiligen Internatshäusern übernommen. Jeder einzelne Gottesdienst steht unter einem eigenen Motto.

Die letzte Zeit
Am Ende des Jahres ist es ein Ritual, dass jedes Haus ein sogenanntes „House-Outing“ macht. Sinn und Zweck des Ganzen ist die Zeit mit den Freunden, Zimmerpartnern und Tutoren zu genießen und das vergangene Schuljahr noch einmal Revue passieren zu lassen. Mein Haus, das „Woodyer-House“, fuhr dazu nach Exeter, eine Stadt südlicher von Taunton, und ging in den Kletterpark.

Gleich zwei wichtige Events krönten den letzten Schultag. Nach dem obligatorischen Besuch der Kirche fand der sogenannte „Commemoration Service“, eine feierliche Abschieds-Veranstaltung für den Abschlussjahrgang statt. Dazu wurden schon Wochen vorher die Reden geprobt und ein riesiges Zelt auf dem Rasen vor dem Hauptgebäude aufgebaut. Feierlich gekleidet gingen also alle Schüler und deren Eltern zu der Veranstaltung. Am Abend des gleichen Tages fand der Abschlussball, „Prom“, für die Absolventen statt. In der Vereinslocation des Cricket-Clubs vor Ort wurde eine tolle Abschluss-Party gefeiert.

Ich kann es selbst noch kaum fassen. Die Zeit ist wie im Fluge vergangen. Allen, die zurzeit überlegen, ob sie den Schritt wagen und noch in ihrer Schulzeit ins Ausland gehen sollen, kann ich nur dazu raten. Ich persönlich werde für immer mit einem Lächeln auf den Lippen auf dieses besondere Jahr zurück blicken.

Lorena