- Linda Krüger studierte auf Bali

Linda Krüger studierte BWL auf der indonesischen Insel Bali. Neben dem Studium lernte sie auch fürs Leben. Darüber berichtete die IFK-Stipendiatin kürzlich in einem Vortrag.

Auf den Tag genau vor einem Monat ist sie wieder in Wolfsburg gelandet. Linda Krüger ist eine von vielen IFK-Stipendiaten, die eine Zeit lang im Ausland studieren. Ihr Auslandsabenteuer führte sie nach Indonesien auf die Insel Bali. In einem Vortrag berichtete die 22-Jährige von ihrem Alltag auf dem Campus der Universitas Udayana sowie von Traditionen und Ritualen im Leben der Menschen vor Ort.

„Der Hinduismus spielt eine wesentliche Rolle im alltäglichen Leben“, weiß die junge Wolfsburgerin zu berichten. Bali ist eine religiöse Ausnahme in dem überwiegend muslimisch geprägten Inselstaat Indonesien. Über die Organisation „Go Bali“ plante Linda Krüger ihr Auslandssemester an der dortigen Universität. Die BWL-Studentin besuchte vorwiegend Kurse im Bereich Marketing und fand sich in den Vorlesungen als eine von 97 Studierenden aus 6 Ländern wieder.

Unterrichtet wurde auf Englisch, daneben lernte Linda Krüger einmal in der Woche Indonesisch. Für sie eine „schnell zu lernende und unkomplizierte Sprache“. Eine wichtige Regel an der Uni musste sie von Anfang an beherzigen: Blusen durften nur mit Kragen getragen werden. „Ein Kragen zeigt Respekt“.

Bei schwülen Temperaturen um die 30 Grad spielt sich das balinesische Leben draußen ab. „Die Natur gleicht einem Paradies“, schwärmt Linda Krüger von der faszinierenden Landschaft. Im Kontrast dazu steht das Stadtbild mit vollen Straßen, lauten Rollern und Unmengen an Müll.

Indonesien ist für einen Großteil der weltweiten Verschmutzungen von Land und Ozean verantwortlich. Mit zunehmendem Tourismus kamen Verpackungen und Plastiktüten auf die Insel. Mit ihrem Engagement bei den „Trash Heroes“, einer NGO, versuchte sie gemeinsam mit vielen Aktiven die Müllansammlungen einzugrenzen.

Von den Einheimischen ist die junge Wolfsburgerin tief beeindruckt: „Jeder trägt ein Lächeln auf dem Gesicht, ist aufgeschlossen gegenüber Fremden und sehr um das Wohl seiner Mitmenschen besorgt“. Mit ihrem Vermieter besuchte sie Zeremonien und lernte so die Religion des Hinduismus kennen. Immer wieder reflektierte sie ihre westlichen und vermeintlich „typisch deutschen“ Ansichten mit ihrem neuen Alltag fernab der Wolfsburger Heimat.

Am Ende ihrer Präsentation fasst die BWL-Studentin zusammen: „Ich habe gelernt, mehr an das WIR und weniger an das ICH zu denken“, und ergänzt, „die Leichtigkeit der Balinesen möchte ich mir bewahren“. Ein Dankeschön richtete sie an den IFK, der ihr mit einem Stipendium den Aufenthalt ermöglichte.