- Wolfsburger berichten vom Jugendaustausch in China

Jugendliche nahmen unter Organisation des Stadtjugendrings an der „International Youth Exchange Week“ Anfang August in der Provinz Guangdong, China teil. Der IFK unterstützte die Begegnung. Hier berichten sie von ihren Eindrücken und Erfahrungen:

Reisebericht China – erster Tag

Im Allgemeinen kann jeder von uns Mitreisenden von sich behaupten in einer Woche sehr viele neue, teilweise unerwartete und definitiv überwältigende Erfahrungen gemacht haben zu dürfen. Als deutsche Delegation vertraten wir die Stadt Wolfsburg und sind sehr dankbar für diese Möglichkeit. Gleich am ersten Tag nach unserer Anreise, welcher beinah sofort bei Ankunft nach 17 Stunden Reisezeit begann, war für uns ein volles Programm geplant. Mit einem kleinen Bus fuhren wir vom Flughafen aus einem Außenbezirk von Guangzhou, einer der drei Städte, die wir in der folgenden Woche besuchen würden zu unserem ersten Hotel. Auch lernten wir unseren ‚Guide‘ kennen, Julie. Sie war eine von sechs Reiseführern, die die Organisatoren der Konferenz für die verschieden ausländischen Delegationen gebucht hatten. Die Ankunft beim Hotel versetzte uns alle ins Staunen, da wir in großen Zweibettzimmern mit Blick auf die Stadt untergebracht waren. Abgesehen davon war die Architektur und der Baustil unserer Unterkauft sehr eindrucksvoll.

Auf dem Programm standen ein Willkommensessen, eine Museumstour, der Besuch des Canton Towers und einer Bootsfahrt über den Perl River im Anschluss an ein gemeinsames Abendessen mit Willkommenszeremonie, bei der wir unseren chinesischen Austauschschüler kennenlernen sollten. China besteht aus 22 Provinzen. Guangdong liegt im Süden Chinas und wird als Silicon Valley Asiens bezeichnet. Diese Seite Chinas präsentierten die Organisatoren den Gästen. Die Provinz umschließt Hong Kong und der Perl River trennt die Stadt nordwestlich von unserer ersten Besuchsstadt Guangzhou. Wir besuchten, Guangzhou, Shenzhen und Foshan, drei Städte, die sehr individuelle und erfolgreiche Geschichten haben. Guangzhou hat einer Population von 14,5 Millionen. Zum Vergleich hat Niedersachsen 8 Millionen Einwohner. Historisch bildete sich die Zivilisation um den Hafen und bereits vor über 2000 Jahren begannen Handelsbeziehungen ein fortschreitendes Städtewachstum. Heute ist sie die drittgrößte Stadt Chinas mit viel Industrie und einem verhältnismäßig hohen Ausländeranteil.

Dieses und mehr lernten wir in dem Museum, welches erst einige Wochen vor unserem Besuch eröffnet hatte. Es war in verschiedene Abteilungen aufgeteilt. So sahen wir beispielsweise auch einen großen Modellbau der Stadt. Das war sehr eindrucksvoll. Wir erfuhren auch, dass Guangzhou von den britischen Kolonialisten als Canton Town bezeichnet wurde. Die Amtssprache in China ist Mandarin, doch wird in Guangzhou auch Kantonesisch gesprochen. Unsere Reiseführerin Julie spricht auch beide Sprachen. Die größte Touristenattraktion Guangzhous ist der Canton Tower, ein sanduhrförmiges Gebäude, das den Titel ‚drittgrößtes Gebäude der Welt‘ trägt. Es handelt sich um einen Besichtigungsturm, dessen Besucherfläche mit einem schnellen, gläsernen Fahrstuhl zu erreichen ist. Ehrlich gesagt wurde der tolle Ausblick durch grauen Smog und Luftverschmutzung gestört.

Schon beim Willkommenslunch freundeten wir uns mit sechs australischen Jugendlichen aus Brisbon an. Wir saßen gemeinsam im Bus und später auch am selben Tisch. Das Essen bestand überwiegend aus Fleisch und wurde nach und nach auf eine Servierplatte gestellt. Aus diesem Grund kamen die verschiedenen Speisen auch im weiteren Verlauf der Woche immer zu verschieden Zeiten, was dazu führte, dass der Appetit schon zu Beginn gesättigt war und das beste Esse meistens am Schluss kam. Die Zeremonie am Abend begann mit einer Rede des Vizepräsidenten der ‚Guangdong Association of Friendship with forin countries‘, der organisatorischen Mitte. Unseren chinesischen Austauschschüler waren bereits vor Ort als wir eintrafen und ein Mädchenchor sang ein traditionelles chinesisches Lied. Auch weitere Reden wurden gehalten, zum Beispiel von einem australischen Freund von uns.

Um unsere Austauschpartner kennenzulernen wurden wir zuerst in Teams aufgeteilt und mussten uns durch ein Memoryspiel zusammenfinden. Das Team „Rein“, benannt nach dem Fluss gewann leider nicht, allerdings fanden wir alle unsere Partnerschüler. Zum Abschluss des Tages lernten wir die Stadt auch noch bei Nacht kennen. Die Bootstour über den Pearl River war sehr eindrucksvoll, da Guangzhou unglaublich viele Bildflächen und LED Lichter hat. Als große Gruppe erlebten wir also noch einen sehr ereignisreichen Abend. Insgesamt war der erste Tag in China ein starker Auftakt für unsere kommende Woche und eröffnete bereits einige Türen und Einblicke in die kantonesische Kultur.

Noemi Zenk-Agyei

 

Bericht zum zweiten Tag vom International Youth Exchange in China

Am zweiten Tag haben wir zusammen ein großes Sportcenter in Guangzhou besucht. Uns wurden verschiedene Sportarten gezeigt und wir durften Profis bei ihrem Sport zuschauen, sowie Jugendlichen oder Kindern die am Trainieren sind. Neben Turmspringen, Fechten, Martial Arts und einigen weiteren Sportarten, welche auf einem äußerst beeindruckenden Niveau uns gezeigt wurden, haben wir uns ebenfalls Tischtennis angeschaut. Beim Tischtennis hatten wir dann auch die Möglichkeit selbst zu spielen und haben mit den Trainierenden vor Ort ein paar Bälle über den Tisch gebracht. Wer wollte konnte sogar gegen Profispieler spielen, wofür man dann einen signierten Tischtennisball und ein Foto bekommen hat als Andenken. Somit ging der Besuch auch zuende und wir machten uns auf dem Weg zum Mittagessen im Panxi Restaurant welches bekannt ist durch die Lage in der 70 Jahre alten Innenstadt Guangzhous.

Am Nachmittag ging es dann zu 3 mitführenden Firmen für ihren jeweiligen Bereich. Der erste Besuch ging zu LeaFun. Der Schwerpunkt dieser Organisation ist Licht und Geräusche. Sie haben bereits einige nutzvolle Erfindungen auf den Markt gebracht die den Sound in einem Raum verbessern können und im Bereich Licht haben sie bereits Möglichkeiten Hologramme überzeugend echt zu erzeugen und riesige Lichtshows aufzubauen, was uns an einem „Holo-Konzert“ in der Firma gezeigt wurde. Daraufhin besuchten wir eine der führenden Firmen im Bereich Gesichtserkennung künstlicher Intelligenz. Dort wurde uns gezeigt was man mit Gesichtserkennung alles erreichen kann und welche Möglichkeiten es uns bietet wie zum Beispiel durch Kameras über Gesichtserkennung Personen gezielt zu suchen und zu identifizieren oder bezahlen sowie betreten von wichtigen Gebäuden nur per Gesichtserkennung möglich zu machen.

Danach kam dann noch der Besuch von EHang die sich mit UAV befassen also Flugmaschinen die ohne Besatzung funktionieren und vom Boden aus gesteuert werden können. Auf dem Dach dieser Firma hatten wir die Möglichkeit eine Drohne zu benutzen und mithilfe einer VR-Brille das zu sehen, was die Drohne sieht und die Drohne mithilfe eines Smartphones zu steuern. Nun war auch der Nachmittag zu Ende und wir haben im Xiangxue International Apartment zu Abend gegessen. Nun kam der letzte Programmpunkt für den heutigen Tag auf den Plan. Wir haben an dem Abend ein paar Lichtshows angeschaut die innerhalb von 10 min. Fußmarsch zu erreichen waren. Davon war eine in einem großen Brunnen verbunden mit einer Wassershow und die anderen auf einem großen Platz auf riesigen Leinwänden die an den Gebäuden befestigt sind. So ging letztendlich auch der zweite Tag zu Ende mit der Rückfahrt ins Baiyun Hotel und wir waren schon gespannt was wir den nächsten Tag erleben und von China noch mitnehmen können.

Torben Leyser

 

International Exchange Week 2018 – Reisetagebuch, Tag 3 – 28.07.2018

Der heutige Tag beginnt für die meisten um ca. 07:30 Uhr. Da um 08:30 Uhr das Programm startet, bleibt eine Stunde zum Duschen, Zähne putzen, Frühstücken und Co. Nach einer kurzen Einleitung um 08:45 Uhr, gab es von 08:50 Uhr bis 10:15 Uhr Vorträge zu den Themen „Technology and Language“ Die Vorträge waren recht spannend und meistens durch Videos untermalt, die sehr aufwändig produziert wurden und nahezu euphorisch über die Zukunft berichteten bzw. die Pläne der jeweiligen Unternehmen bezüglich des zukünftigen Verhältnisses von Technologie und Mensch wiedergaben.

Dabei wurden auch sehr abwegige Ideen vorgestellt, wie bspw. der Austausch von riesigen Akku-Einheiten in Containergröße zwischen China und Afrika, die in Afrika in riesigen Solaranlagen geladen werden sollen. Die Fragestunde stellte sich als sehr schläfrig heraus. Insgesamt wurden lediglich vier Fragen „beantwortet“. Als wir die Frage stellten, die die vorgestellten Ideen leicht in Frage stellten bzw. reale Probleme, wie die massenhafte Nutzung von winzigen (natürlich pfandfreien und nicht mehrfach benutzbaren) Plastikflaschen während der Exchange Week ansprachen, wurde von den antwortenden Rednern viel über die Zukunft geschwärmt. Bei Noemis frage bezüglich der Plastikflaschen wurde beispielsweise auf ein Projekt verwiesen, bei dem Schritte per Handy gezählt werden. Entsprechend der Anzahl der Schritte werden dann Bäume gepflanzt. Diese Antwort schneidet zwar das Thema Nachhaltigkeit beziehungsweise Umweltschutz an, ist allerdings in meinen Augen keine angemessene Antwort auf Noemis Frage.

Als unangebracht empfand ich ebenfalls die Aussage „Don‘t worry about the future, the future will be bride.“, die entweder in fehlendem Bewusstsein dem Thema gegenüber begründet ist oder in der fehlenden Bereitschaft mit uns Gästen bzw. den chinesischen Jugendlichen über kritische Themen zu sprechen. Die Unzufriedenheit über die Kritik an der Idee Akkucontainer von Afrika nach China zu verschiffen, um so das Land mit Strom zu versorgen, liegt womöglich daran, dass der Redner, der dieses Konzept vertritt selbst weiß, dass dieses Konzept in keiner Weise zukunftsweisend oder realisierbar ist. Die einzige Frage, die von einer chinesischen Schülerin gestellt wurde, bezog sich auf eine fehlende Funktion im Messenger „Wechat“ der gleichnamigen Firma.

Als diese Workshops beendet waren, wurden wir von den „hime stay families“ abgeholt und haben zum ersten Mal die Eltern unserer Buddys kennengelernt. Jeder Gast war alleine in einer home stay family. Mein „Buddy“ hieß Alan und seine gesamte Familie war sehr herzlich und aufgeschlossen, was europäische und chinesische Kulturen und Gewohnheiten anbelangt, sodass man sich gut darüber unterhalten konnte. Mit meiner Familie bin ich zuerst in ein Restaurant gefahren, wo ein eigenes Zimmer auf uns wartete, in dem nur ein großer runder Tisch für uns stand. Die Bedienungen im Restaurant stellten nach und nach traditionelle chinesische Speisen auf die drehbare Glasplatte auf unserem Tisch. Während des Essens wurde über die Traditionen beim Essen in Deutschland und China, unsere Pläne für den heutigen Tag und meine bisherige Reise geredet.

Es gab viel zu viel Essen für uns alle, also wurde am Ende wenigstens das Fleisch eingepackt und mitgenommen. Der Rest wurde leider weggeschmissen. Auf Nachfrage hat mir die Familie erzählt, dass sie normalerweise nur so viel bestellen, dass es nicht zu viel ist. Allerdings sei heute ja ein besonderer Tag. Nach dem Essen sind wir in einen alten chinesischen Tempel gefahren, in dem viele Kunstwerke und traditionell bedeutsame Gegenstände ausgestellt waren. Auch andere Familien sind mit ihren Gästen dort hingefahren. Themen waren die verschiedenen Dynastien und Kunst, die größtenteils aus Schnitzereien aus Elfenbein bestand. Nach unserer Tour sind Alan und ich zu zweit rumgelaufen. An einem abgemachten Treffpunkt haben wir uns wieder mit den Eltern getroffen und sind wieder gefahren.

Da ich den Wunsch geäußert habe Einkaufen zu gehen, da dafür während der anderen Tage wenig Zeit blieb, bin ich mit der Familie in eine Fußgängerzone mit vielen, vielen Läden gegangen. Dort habe ich Fächer, Kühlschrankmagneten, einen chinesischen Pinsel und eine Frucht gekauft, die ich aus Deutschland nicht kannte. Der Gang durch die Fußgängerzone, sorgte für einen wesentlich besseren Einblick in den Alltag bzw. wie es auf den Straßen und in der Stadt allgemein aussieht, als das gesamte Programm dieser Woche. Als wir bei Alan zu Hause ankamen, warteten bereits seine Großeltern auf uns, die traditionelles chinesisches Essen gekocht haben. Die Großeltern wohnen mit Alan und seinen Eltern zusammen in einer großen Wohnung. Diese befindet sich in einem Viertel, das mit Schranken und Eingangstoren gesichert ist.

Während des Essens schlürfen und schmatzen alle noch lauter, als sie es im Restaurant schon getan haben. Man sagt, das Essen soll dadurch besser schmecken. Außerdem zeigt man dem Koch somit, dass das Essen gut schmeckt. Also habe ich das mit dem Schlürfen auch mal ausprobiert, da ich den Großeltern gegenüber nicht unhöflich sein wollte, da sie sich viel Mühe beim Kochen gegeben haben. Allerdings habe ich mich immer wieder dabei ertappt, dass ich ohne zu schlürfen gegessen habe, woraufhin ich schnell wieder damit angefangen habe. Nach dem Essen haben Alan, seine Eltern und ich gemeinsam in eine Weltkarte, eine Karte von Deutschland und eine Karte von China geguckt.

Wir haben davon erzählt, wo wir schon überall gewesen sind und ich habe Alans Familie einige Orte in Deutschland, die ich schon besucht habe gezeigt und welche Sehenswürdigkeiten es dort gibt. Die Karten hat Alans Vater extra gekauft. Danach übergebe ich mein Gastgeschenk: Eine Tasse zum Thema Wolfsburg und einen Tee, der nach Cuxhaven, der Stadt, in der meine Familie und ich seit meiner Geburt jedes Jahr mehrmals Urlaub machen, benannt ist. Nachdem wir uns alle noch ein dutzend Mal gegenseitig gedankt haben, wurde es so langsam Zeit zu duschen, das Shirt zu waschen, das den Tag über (und übermorgen wieder) getragen wurde und zu schlafen. Ich habe das Zimmer von Alan für mich alleine bekommen und er hat bei seinen Eltern im Zimmer geschlafen. Für die eigene Klimaanlage in Alans Zimmer war ich mehr als dankbar.

Vorweg wollte ich mich dafür bedanken, dass ich die Möglichkeit bekommen habe an der Exchange Week in China teilzunehmen. Es war eine sehr große Erfahrung die ich mit meinen jungen Jahren machen durfte. China ist ein sehr vielfältiges und vor allem außergewöhnliches Land. Wir durften unsere Partnerstadt Guangdong, als auch die Städte Shenzhen und Nanhai kennenlernen. Wir haben in der ersten Nacht eine Bootsfahrt gemacht und hatten da die Möglichkeit unsere Gastfamilien kennenzulernen. Es war wirklich sehr schön. Man hatte einen tollen Ausblick und es war der perfekte Ort Konversationen miteinander zu teilen. Wir haben gemeinsam viele Sehenswürdigkeiten und Museen besichtigt. Wir haben allerdings nicht ständig nur die Kultur Chinas besichtigt, wir haben

selbst viele Aktivitäten wie Drachenboot fahren, Kung Fu, Fasan oder Töpfern ausprobieren dürfen. Wir haben einen Tempel besucht in dem es viele Sagen, Geschichten und Legenden Chinas gab. Besonders aufregend war der Brunnen, in dem Schildkröten in Geld schwammen, da fast jeder Besucher Geld in den Brunnen wirft um als Gegenleistung dafür einen Wunsch zu äußern. Darüber hinaus haben wir ein Fasanengeschäft besucht und durften uns da die verschiedensten Modelle seien es Sofas, Stühle, Hüte, Taschen oder einfach nur Gegenstände wie eine riesen Rakete aus Fasan angucken. Wir haben die

Möglichkeit bekommen auch selbst was Kleines zu Fasan. Man musste sehr geduldig sein, da Fasan sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, aber dennoch hat es wirklich viel Spaß gemacht. Ebenso wie das töpfern. Es sah leichter aus, als es letztendlich war. Es war erstaunlich was man nicht alles so mit Ton, bisschen Wasser und seinen eigenen Händen machen kann. Es sind zwar keine Kunstwerke entstanden, aber wir hatten riesen Spaß mit unseren Austauschpartnern. Wir haben uns in China so vieles angesehen es ist ein wirklich schönes Land. Das Essen war sehr gewöhnungsbedürftig, aber nicht jeder bekommt die Möglichkeit eine ganze Woche lang Spezialitäten Chinas zu probieren. Die Exchange Week in China war wirklich unglaublich. Ich wünschte ich könnte von der ganzen Woche berichten, aber wir haben so unglaublich viel unternommen, man könnte 15 Seiten füllen. Man hat viele

Kontakte geknüpft und durfte viel Neues erleben und kennenlernen. Ich werde vieles auf meinen Wegen mitnehmen und kann es jedem nur ans Herz legen dieses Land zu besuchen. Danke nochmals für diese unglaubliche Reise.

Yolla Salim

 

Youth Exchange Week China – Letzter Tag

Wie jeden anderen Tag mussten wir vor acht Uhr dreißig aufstehen und essen. Danach ging es mit dem Bus auf zu dem Mobilgeräte Entwickler Huawei. Hier war ich enttäuscht, erst sind wir fast eine halbe Stunde über das Gelände geirrt ohne unser Ziel zu finden und dann als wir angekommen sind haben wir nur eine viertel Stunde im Besucherzentrum verbracht, ohne auch nur ein Handy oder eine neue, innovative Idee über ein solches zu sehen. Nach unserem Besuch dort geht es wieder mit dem Bus von Shenzhen zurück nach Guangdong.

Nach fast drei Stunden gab es als Ausnahme mal beim westlichen Fastfood Giganten Mc Donald Mittag. Bei uns fast Sechzig Leuten passten nur nicht alle an die Innenplätze, was uns bei einem plötzlichen, starken Regenfall zum Verhängnis wurde. Nachdem wir dann nochmals eine halbe Stunde fahren mussten, hatten wir Zeit im Hotel uns die Klamotten zu wechseln und uns schick zu machen für das letzte Programm der Chinareise. Als wir dann an der Schule ankommen, wo die Abschlusszeremonie stattfindet, sammelten wir uns in der Sporthalle, in welcher eine Bühne und eine Fotosammlung aufgebaut worden war. Erst hatten wir noch viel Zeit Fotos anzuschauen oder mit den Gastfamilien und den Leuten von den anderen Ländern noch Fotos zur Erinnerung machen.

Dann hat die Show angefangen. Erst hören wir Reden uns von den Veranstaltern an und uns werden Urkunden zur Teilnahme verteilt. Ab nun gehen die Vorstellungen der einzelnen Gruppen los: Traditionelle Tänze, Modern Dance mit Saltos, Geschichten und unser Fliegerlied, mit welchem wir aus der doch langsam bedrückten Stimmung nochmal positive Energie und Motivation ins Leben gerufen haben. Nach den Shows gab es Abendessen, welches aus Gerichten aus den Besucherländern kommen sollte (chinesischer Art zubereitet, hat also nicht so geschmeckt wie man es kannte).

Zum Ende wurde noch das Video gezeigt, welches in der Woche davor zu jedem Tag gedreht wurde. Als letztes haben wir uns dann alle voneinander Verabschiedet, mit Ausnahme von denen mit denen wir noch zurück ins Hotel gefahren sind. Abends sind wir noch von Zwei besucht worden, welche an der Jugendkonferenz bei uns in Wolfsburg teilgenommen haben und haben uns noch ein wenig durch die Stadt geführt. Und eh man sich versieht war leider auch schon eine Woche wieder vorbei, obwohl einige von uns das Essen nicht so vermissen werden.

Linus Schulz

 

Die Teilnahme der Wolfsburger Jugenddelegation erfolgte auf Einladung des Bezirkes Nanhai der Stadt Foshan, mit welchem die Stadt Wolfsburg seit 2016 eine offizielle Städtefreundschaft pflegt. Mit einem Zuschuss möchte der IFK die Begegnung zwischen jungen Menschen aus Wolfsburg mit Jugendlichen anderer Länder ermöglichen und somit den Dialog zwischen den TeilnehmerInnen sowie den interkulturellen Austausch fördern.