- IFK fördert Schulpartnerschaft mit Spanien

Besuch der AutostadtDas A.-Schweitzer-Gymnasium Wolfsburg pflegt seit einigen Jahren eine Partnerschaft mit der Schule „Padre Juan de Mariana“ in Talavera de la Reina in Spanien. Der IFK bezuschusste das Aufenthaltsprogramm der spanischen SchülerInnen Mitte Juni in Wolfsburg.

Die Spanisch-Lehrerin Andrea Krause und ihre SchülerInnen am Albert-Schweitzer-Gymnasium berichten über den Besuch ihrer spanischen KollegInnen und Freunde:

Schon seit einigen Jahren bestehen enge Kontakte zwischen der Schule „Padre Juan de Mariana“ in Talavera de la Reina und dem Albert-Schweitzer-Gymnasium Wolfsburg. Daher war es selbstverständlich, dass man sich auch in diesem Jahr gegenseitig besuchen würde. Und so fuhr im April eine Schülergruppe mit ihren Lehrern Steffen Gerlach und Andrea Krause nach Spanien. Dort lernten sie nicht nur ihre Austauschpartner endlich persönlich, sondern auch die Stadt Talavera, kennen.

„Wir waren zu Gast in der Schule, besuchten Toledo und Oropesa und wurden auch im Rathaus der Stadt Talavera empfangen. Die eine Woche war viel zu schnell vorbei. Mit vielen Eindrücken und begeisterten Erfahrungen, zum Beispiel über die spanische Küche, ging es zurück nach Wolfsburg“, berichtet Andrea Krause. Gleichzeitig begann damit die Zeit der Vorbereitung des Besuches der Spanier hier in Wolfsburg. Es war gar nicht so einfach aus der Vielzahl der Möglichkeiten auszuwählen. „Am liebsten hätten wir alles gezeigt – aber das war leider in der Kürze der Zeit nicht möglich“, gibt die Spanischlehrerin zu.

Am ersten Tag wurde das Wolfsburger Gymnasium gezeigt und die spanischen Jugendlichen nahmen am Unterricht teil. „Dabei wurde sich eifrig über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Schulen ausgetauscht. So fanden die Spanier, dass der Unterricht hier anders ablaufen und die Schüler viel mehr am Unterricht teilhaben würden. Auch schienen die Lehrer nicht so streng“, erkärt Andrea Krause schmunzelnd. Am besten fanden die Gäste, dass die Schüler hier in den Pausen verschiedenen Aktivitäten nachgehen und das Handy benutzen können. Aber sie staunten auch über die langen Unterrichtszeiten, denn in Spanien gibt es keinen Nachmittagsunterricht oder Arbeitsgemeinschaften.

„In den folgenden Tagen zeigten wir den Gästen natürlich Wolfsburg. So statteten wir dem Allerpark einen Besuch ab. Den Allersee und den Strand fanden sie toll. Aber leider hatte die Sonne an diesem Tag keine Lust rauszukommen und nur ganz Mutige wagten sich mit den Füßen ins Wasser. Deshalb waren alle froh, als wir dann ins Bowlingcenter gingen. Dort herrschten angenehmere Temperaturen und jeder konnte seine Bowlingfähigkeiten unter Beweis stellen. Natürlich wurde dieser Nachmittag auch genutzt, um sich auszutauschen und sich nach der Zeit der Trennung wieder persönlich zu sehen“, fasst Andrea Krause die ersten Tage zusammen und berichtet weiter:

„Für das folgende Wochenende hatten sich die Gastfamilien viel einfallen lassen. So wollten die meisten Schüler unbedingt die Hauptstadt sehen. Zum Glück wurde das Wetter auch langsam besser, sodass man stundenlang durch Berlin spazieren und viele Sehenswürdigkeiten entdecken konnte. Einige blieben aber auch in Wolfsburg und machten auf die schönen Ecken dieser Stadt aufmerksam. So waren die beiden spanischen Lehrerinnen sehr angetan, als wir ihnen die Altstadt von Vorsfelde zeigten. Geradezu begeistert waren sie von der Möglichkeit auf dem Vorsfelder Kunstpfad verschiedenste Künstler und ihre Werke kennenzulernen, aber auch einfach bei einer Tasse Kaffee mit vielen netten Menschen im Stadtteil ins Gespräch zu kommen.“

Es folgte der Empfang im Wolfsburger Rathaus: Dort gefiel den Gästen besonders die freundliche Geste, dass sie am Eingang in spanischer Sprache begrüßt wurden. Alle machten extra ein Foto davon. Die Offenheit im Innern des Rathauses gefiel ihnen ebenfalls. So entdeckten sie gleich die Ausstellung über die Eindrücke und Ergebnisse des Luftsprünge Festivals. Besonders beeindruckt waren die Jugendlichen von den selbstgefertigten Möbel aus Milch- und Saftkartons. Man überlegte auch gleich, ob das nicht geeignete Möbel für den Pausenhof der Schule in Spanien wären.

Nach dem obligatorischen Foto auf der Rathaustreppe wurden die Gäste im Ratssitzungssaal Bürgermeister Ingolf Viereck begrüßt. Mit Interesse wurde dann der Film über die Stadt Wolfsburg angesehen. Gern kamen die spanischen Schüler der Einladung nach, sich in das Gästebuch der Stadt einzutragen. „Dann hieß es Treppen steigen, denn wir hatten die Gelegenheit, Wolfsburg vom Dach des Rathauses aus zu betrachten“, freut sich die Wolfsburgerin und ist sich sicher: „Dies war allemal den Aufstieg wert. Alle versuchten, das Haus ihrer Gasteltern und das Albert-Schweitzer-Gymnasium zu finden. Aber das war gar nicht so einfach. Und man stellte auch beeindruckt fest, wie viel Grün es in der Stadt gibt!“

Andrea Krause resümiert weiter:

„Nach ein paar Gruppenfotos verabschiedeten wir uns von Herrn Viereck und gingen weiter im Programm, denn die Gäste sollten endlich die Autostadt kennenlernen. Zum Glück konnten wir eine Führung in spanischer Sprache bestellen, sodass die Gäste alles ganz genau erklärt bekamen. Sie waren auch sehr bei der Sache, stellten immer wieder Fragen und machten viele Fotos. Besonders beindruckt zeigten sich sowohl die spanischen als auch die deutschen Schüler von dem Blick in die Zukunft, den die Sonderausstellung „Urbane Mobilität der Zukunft“ ermöglicht. Hier wollten sie alles ganz genau wissen und bedauerten ein wenig, dass es noch ein Weilchen dauert, bis diese Zukunft Realität in unserem Alltag sein wird.

Außerdem besuchte die Gruppe noch Hannover und Braunschweig. In Braunschweig galt es, die Stadt selbständig zu erkunden und Fragen zu beantworten. Zum Glück ging keiner dabei verloren und alle kamen im Ziel an. Unterwegs sammelte, bzw. suchte, man an den einzelnen Stationen die Antworten und machte originelle Fotos. Die Woche war wie im Flug vergangen.

Am letzten Abend trafen sich alle zu einem gemeinsamen Abschiedsfest. Dort wurde gemeinsam gespielt, gelacht und gegessen. Aber dann wurden die spanischen Gäste unruhig, denn das Fußball-Spiel Spanien gegen den Iran stand an. Und so wurde kurzerhand der Fernseher in den Garten gestellt und man schaute gemeinsam das Spiel. Am Ende hatte nicht nur Spanien gewonnen, sondern man war sich auch einig, dass man sich im nächsten Jahr unbedingt wiedersehen müsste. Und also planen wir jetzt bereits den nächsten Austausch.

Allerdings wollen wir nicht vergessen, uns beim Internationalen Freundeskreis für die freundliche Unterstützung des Schüleraustausches zu bedanken. „

Der Verein bezuschusste die Aktivitäten im Aufenthaltsprogramm sowie die Transferkosten im Stadtgebiet.