- Deutsch-japanische Freundschaft

Midori Harada, Hospitantin aus Japan, präsentierte ihr Heimatland. Seit 2011 pflegt die Stadt Wolfsburg eine Freundschaft mit der japanischen Stadt Toyohashi. Die Hospitation von Verwaltungsmitarbeiterinnen beider Städte ist Teil der Städtebeziehung. Der IFK lud zu einem Vortragsabend in englischer Sprache.

„Guten Tag, ich heiße Midori Harada“, stellte sich die Japanerin im traditionellen Kimono den Zuhörern im Presseraum des Kuntsmuseums vor. Die folgende Präsentation über Japan, die Stadt Toyohashi, östliche Traditionen und Kultur, hielt sie in englischer Sprache. Diese Kombination lässt bereits den internationalen Hintergund der 31-Jährigen erahnen, deren Name auf Japanisch „Grün“ bedeutet.

Midori Harada ist als Hospitantin für sieben Wochen im Referat Repräsentation, Internationale Beziehungen der Stadt Wolfsburg zu Gast und unterstützt bei den Planungen zum 80. Stadtgeburtstag Ende Juni. Hier sind neben Gästen aus Toyohashi weitere Delegationen aus den insgesamt 15 Wolfsburger Partner- und Freundschaftsstädten zu Gast. Seit 2011 pflegen Toyohashi und Wolfsburg offiziell eine Städtefreundschaft.

Die junge Frau ist daher nicht zum ersten Mal in Wolfsburg: Über vier Jahre arbeitete sie in der Abteilung für Internationale Beziehungen in der Stadtverwaltung von Toyohashi und begleitete den Bürgermeister Koichi Sahara öfter nach Wolfsburg. Nun lernt sie die deutsche Freundschaftsstadt intensiv kennen:

„Ich möchte viele Eindrücke mit zurück nach Toyohashi nehmen und meinen Kolleginnen und Kollegen davon berichten. Ich erhoffe mir, mit diesem Wissen die Freundschaft zwischen Wolfsburg und Toyohashi weiter zu festigen”.

In ihrem Vortrag bringt sie den Zuhörern Toyohashi näher. Die Stadt in der Mitte Japans hat etwa 370.000 Einwohner und zählt damit zu den kleineren Gemeinden. Insbesondere der Kontrast zu Tokio und Osaka, beide nur eine Stunde Bahnfahrt entfernt, wird bereits anhand der Fotos in ihrer Präsentation sichtbar. Die Wolfsburger Freundschaftsstadt ist insbesondere bekannt für ihren Automobilimport am naheliegenden „Mikawa Hafen“. Hier hat auch die Volkswagen Group Japan ihren Sitz.

„Einen Kimono tragen wird heute nur noch zu besonderen Anlässen und Festen“, erklärt Midori Harada mit einem Schmunzeln. Für den Vortragsabend hat sie ihr Sommermodell extra mitgebracht und präsentiert es authentisch mit hochgestecktem Haar.

Die Hospitantin wohnt während ihres Aufenthaltes bei zwei Gastfamilien, die der IFK ihr vermittelte.