- Bericht vom „anderen Ende der Welt“

Julian SchoberJulian Schober verbrachte ein halbes Jahr in Australien. Hier studierte er an der University of Melbourne BWL. Der IFK-Stipendiat gab in einem Vortrag nun Interessenten Tipps und Infos für ein Studium in „Down Under“.

„In Australien ticken nicht nur die Uhren anders. Nahezu alles ist genau das Gegenteil zu unseren hiesigen Gewohnheiten“, stimmte Julian Schober die Zuhörerinnen und Zuhörer im Presseraum des Kunstmuseums auf seinen Vortrag ein. Der 21-Jährige berichtete von einem Land am „anderen Ende der Welt“, dessen Süden kühler ist als der Norden, welches im Inneren heiß, trocken und unendlich weit, an den Küsten hingegen voller Flora und Fauna und mit großen Orten dicht besiedelt ist. Ein Rat für alle Australienreisenden: „Unverzichtbar ist eine gute Regenjacke. Das Wetter wechselt so abrupt, dass man alle vier Jahreszeiten an einem Tag erleben kann“.

Ein halbes Jahr studierte Julian Schober unter rund 48.000 Studenten an der University of Melbourne, einer der ältesten Universitäten der Stadt. „Die Uni-Gebäude ähnelten ein wenig Hogwarts“, zieht er schmunzelnd einen Vergleich zur berühmten Zaubererschule aus dem Fantasy-Bestseller Harry Potter. Wieder ein Gegensatz zur sonst sehr modernen Architektur: Mit 4,7 Mio Einwohnern, gläsernen Wolkenkratzern und Wirtschaftsunternehmen zählt Melbourne zu den größeren Städten Australiens. „Besonders beeindruckt hat mit das internationale Flair in Melbourne“, berichtet der Student. „In meinen Vorlesungen saßen mehr Ausländer als Australier und in der Stadt trifft man Menschen unterschiedlicher Herkunft.“

 

In seinem Vortrag gab der gebürtige Nordhesse den Anwesenden auch eine umfangreiche Einsicht in den Ablauf seines Studienalltags. Von Juli bis Dezember 2017 besuchte Julian Schober im Rahmen seines BWL-Studiums Kurse aus den Bereichen VWL, Mathe und Finanzen. „Der Stundenplan ist eng getaktet, es gibt das gesamte Semester über viele Hausarbeiten und Klausuren“, erklärt er. Die englische Sprache sah er weniger als Hindernis, aber „die Vorlesungen sind inhaltlich anspruchsvoll“.

Umso mehr nutzte der IFK-Stipendiat die Zeit vor, nach und in der Mid-Semester-Break für Reisen und Ausflüge. In seinem IFK-Bericht ließ er bereits vorab an seinen Erlebnissen teilhaben. Sein „Abenteuer Australien“ startete mit einer mehrwöchigen Ostküstentour im Leihwagen mit Linksverkehr, „an den gewöhnt man sich aber schnell“. Es folgten ein Abstecher zum „Great Barrier Reef“, eine Fahrt entlang der „Great Ocean Road“ an der südlichen Küste, ein Ausflug zum roten Berg „Uluru“, auch bekannt als „Ayers Rock“, sowie eine Überfahrt nach Neuseeland. „Die Natur ist einfach unbeschreiblich beeindruckend“, schwärmte Julian Schober und zeigte Fotos wie aus einer Tierdoku: von Pinguinen, Emus, Koalas, Kängurus und Delphinen.

Julian Schober vor Sonnenuntergang

Ein Aufenthalt in Australien sei aber auch sehr kostspielig, gibt der Student für die Reiseplanungen zu bedenken und zeigte übersichtlich seine Einnahmen- und Ausgabensituation auf. Neben den sehr hohen Studiengebühren und Flugkosten schlug auch seine Unterkunft im studentischen Wohnheim  mit knapp 700 Euro pro Monat für ein 12 qm Zimmer und Etagenbad zu Buche. Neben seinen Einkünften als dualer Student und Förderungen durch andere Stiftungen unterstützte der IFK den jungen Reisenden mit einem Vereinsstipendium. Für die Vorbereitungen seiner Zeit im Ausland nutzte er unter anderem auch das kostenlose Angebot der College Contact GmbH , welches er Interessierten sehr empfehlen kann.

Wieder zurück in Wolfsburg schreibt Julian Schober als dualer Student seine Bachelorthesis bei der Volkswagen AG. Nach seinem BWL-Abschluss plant er bereits ein Masterstudium in Mannheim mit dem Schwerpunkt Finance. Ob seine positiven Eindrücke an der University of Melbourne Einfluss auf seine weitere Studienwahl hatten? Seine Antwort: „Definitiv!“

Wir bedanken uns beim Kunstmuseum Wolfsburg für die stete Gastfreundschaft!