- IFK-Stipendiatin präsentierte die „Götterinsel“ Bali

Lena Lazinka studierte mit Unterstützung des IFK ein Semester lang an der „Universitas Udayana“ auf Bali in Indonesien. Nach ihrer Rückkehr berichtete sie vor Mitgliedern und Interessierten von ihren Eindrücken und Erlebnissen im Presseraum des Kunstmuseums.

„Der ausgeprägte Glaube aller Generationen auf Bali ist für mich einer der größten Unterschiede zu unserer deutschen Kultur“, berichtete Lena Lazinka bereits von ihren Eindrücken auf der IFK-Homepage. In ihrem Vortrag über Bali im Presseraum des Kunstmuseums ermöglichte die BWL-Studentin den rund 30 Anwesenden einen noch tieferen Einblick in die Lebenswelt der Indonesier.

Knapp ein halbes Jahr verbrachte die 23-Jährige in Indonesien, besuchte BWL-Vorlesungen in englischer Sprache an der „Udayana“ Universität, lernte aber auch die heimische Sprache: „Der Sprachkurs Indonesisch ist für international Studierende an der Uni Pflicht, es gibt sogar eine mündliche Prüfung. Da die Sprache aber aus lateinischen Buchstaben besteht und das gesprochene Wort dem Geschriebenen entspricht, konnte ich mich schnell verständigen.“ Über die Organisation „GoBali“ bewarb sich die Studentin an der ausländischen Universität um einen Platz zwischen den rund 21.000 Studierenden, rund 3.500 kommen aus dem Ausland.

Die Klassen seien klein und schulischer organisiert als an deutschen Hochschulen. Der Unterricht entspreche eher einem offenen Dialog als dem typischen Frontalformat, es gebe aber auch mehr Zwischenprüfungen und Hausaufgaben, berichtet Lena Lazinka, die nur in Schuluniform den Campus betreten durfte: „Der Kragen an der Bluse ist ein wichtiges Detail, er ist ein Zeichen von Respekt.“

Der Alltag im asiatischen Land unterscheidet sich sehr vom bekannten in Deutschland: „Es gibt fast keine Fußwege, das beste und günstigste Fortbewegungsmittel ist der Roller. Neben dem Linksverkehr sind umherlaufende Kühe die größten Herausforderungen im Verkehr. Es herrscht ein ‚geordnetes Chaos‘ auf den Straßen“, schmunzelt die Wolfsburgerin, die gerade ihr 6. Semester an der Ostfalia Hochschule absolviert. Grundsätzlich seien die Balinesen ein sehr freundliches und aufgeschlossenes Volk, neugierig mit Ausländerin in Kontakt zu treten.

Mit über 17.500 Inseln ist Indonesien der größte Inselstaat der Welt, die als Urlaubsziel populärste und allein hinduistisch geprägte unter ihnen ist Bali. An den Wochenenden reiste Lena Lazinka mit einer Gruppe internationaler Studierender zu den umliegenden Inseln, wanderte auf Vulkanbergen, nahm Tauch- und Surfstunden, beobachtete giftige Komodowarane in der freien Wildbahn und probierte heimische Gerichte aus Tofu oder Tempeh. Auf die Frage, inwieweit sie ihr Auslandsstudium verändert habe, antwortet die junge Wolfsburgerin: „Ich habe gelernt, gelassener zu sein.“

 

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Der Internationale Freundeskreis unterstützt Wolfsburger Schüler, Studierende und Absolventen bei ihren Auslandsaufenthalten mit einem Stipendium. Insgesamt 6 Stipendiaten konnten sich so im vergangenen Jahr ihren Wunsch erfüllen und in fernen Ländern Erfahrungen über Kultur, Menschen, Lebensweisen und -ansichten sammeln.

Hier können Sie die Richtlinien für die Gewährung von Stipendien des IFK einsehen. Auch in 2018 vergibt der Verein wieder Stipendien und freut sich über Bewerbungen!