- Wolfsburgs digitale Zukunft – IFK startet mit erster „WOBversation“

Fragerunde unter FachexpertenDer IFK lud zu seiner ersten „WOBversation“: Chief Digital Officer der Volkswagen AG Johann Jungwirth im Gespräch mit Ralf Sygusch, Referatsleiter Strategische Stadtentwicklung bei der Stadt Wolfsburg, zum Thema #WolfsburgDigital.

IFK-Präsidentin Elisabeth Pötsch begrüßte zu Beginn des Abends die rund 180 Gäste im Wissenschaftstheater des phaeno. „Der IFK möchte einen öffentlichen Dialog schaffen, in dem neben Fachexperten auch die Bürgerinnen und Bürger zu Wort kommen“, erklärte sie die Idee hinter dem neuen Veranstaltungskonzept, im Aufbau ähnlich einer Podiumsdiskussion. Das erste Abendthema war #WolfsburgDigital.

Die beiden Gesprächspartner starteten mit jeweils einem Kurzvortrag in die Materie. Chief Digital Officer der Volkswagen AG, Johann Jungwirth, stellte mit seinem Credo „human first“ den Menschen in den Mittelpunkt aller Überlegungen. Er erklärte das Selbstfahrsystem zum zukünftigen Herzen des Automobils und projizierte eine Entwicklung der individuellen Mobilität hin zur Dienstleistung, mit Carsharing-Angeboten und einem vernetzten ÖPNV. „Wir sind die Generation, die die Zukunft umsetzen wird“, wandte er sich insbesondere an die vielen jungen Zuhörerinnen und Zuhörer auf den Rängen im Wissenschaftstheater.

Ralf Sygusch, Referatsleiter Strategische Stadtentwicklung bei der Stadt Wolfsburg, stimmte seinem Vorredner zu und stellte den Menschen ebenfalls ins Zentrum des digitalen Wandels der Stadtgesellschaft. Ziel sei es, die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Daher gelte es, die Einwohner zur Partizipation zu motivieren und mit ihnen gemeinsam die „Stadt der Zukunft“ zu entwickeln. So geschehe dies bei aktuellen und geplanten städtischen Projekten, wie beispielsweise dem Ausbau der digitalen Infrastruktur oder dem Gebiet der „Steimker Gärten“ als Modell für smartes Wohnen. „Digitalisierung selbst aber ist ein Weg und kein Projekt“, erklärte Ralf Sygusch.

An die Darstellungen reihte sich eine Fragerunde, die der Geschäftsführer des phaeno, Michel Junge, moderierte. Die beiden Fachexperten und der Wissenschaftler tauschten sich über Akkukapazitäten, den Ausbau von Ladestationen, Forderungen an die Politik, das Vertrauen der Autokäufer sowie über Erwartungen an die Bürger aus. Dabei stand die Zusammenarbeit von Stadt und Unternehmen im Mittelpunkt. So wird die Markthalle am Nordkopf derzeit zu einem Reallabor für digitale Dienstleistungen ausgebaut. Mit der Initiative #WolfsburgDigital, die im Rahmen eines Memorandums zwischen der Volkswagen AG und der Stadt Wolfsburg im Dezember 2016 unterzeichnet wurde, bauen beide Seiten gemeinsam Angebote zur Digitalisierung und e-Mobilität im Stadtgebiet aus.

Im Anschluss wurde die Möglichkeit der Beteiligung rege vom Publikum genutzt. Themen wie der Ausbau der A39, die Anzahl und Art neuer e-Automodelle bei Volkswagen, die Entwicklung der Arbeitsplätze im Automobilsektor, die weitere Nutzung des x-Shuttles zwischen Braunschweig und Wolfsburg, die Zukunft des Dieselmotors, die Unterschiede der Ladeinfrastruktur in der Stadt und auf dem Land interessierten die Besucher und wurden aus Sicht der beiden Referenten erläutert. Der Austausch wurde zum Ende der Veranstaltung bei einem gemeinsamen Get-together im Foyer des phaeno-Theaters fortgeführt.

Nach dem erfolgreichen Auftakt will der IFK das Format fest in seinem jährlichen Veranstaltungsprogramm verankern. In der nächsten Zeit sollen weitere „WOBversationen“ zu stadtrelevanten Themen folgen.

Der IFK bedankt sich beim phaeno für die Gastfreundschaft!

Fotos: Tim Hondke