- Stammtisch „Jendouba“

Gemeinsam mit dem Tunesischen Jugend- und Kulturverein richtete der IFK einen Stammtischabend zur Freundschaftsstadt Jendouba für Mitglieder und tunesische Gäste der Stadt Wolfsburg aus.

Für einige Tage sind zwei Mitarbeiter aus der Stadtverwaltung Jendouba zu Gast im Wolfsburger Rathaus. Aus Anlass ihres Besuches gestaltete der IFK seinen Stammtisch zum Thema „Jendouba“ gemeinsam mit dem Tunesischen Kultur- und Jugendverein in dessen Räumlichkeiten. Hier standen nach einer Präsentation der Freundschaftsstadt der Austausch zwischen den Mitgliedern beider Vereine und den tunesischen Gästen im Vordergrund.

Aida Ghazouani, Projektverantwortliche zur Gestaltung öffentlicher Räume, und Amine Khazri, Ingenieur im Bereich der Bau- und Stadtplanung, aus der Stadt Jendouba werden von den Projektkoordinatoren Jerome Kuchejda von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Tunesien (GIZ) und Nadja Bonarius von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) begleitet.

Abdallah Zaibi, Vorsitzender des Tunesischen Vereins für Kultur und Jugend, begrüßte alle Gäste am Abend im neuen Vereinsraum in der Heinrich Heine Straße und warf einen Blick auf die Entwicklung der Städtefreundschaft. Zahlreiche Verbindungen nach Jendouba wurden durch ihn, einen der ersten Tunesier, die 1970 als sogenannte Gastarbeiter für Volkswagen nach Wolfsburg kamen, initiiert und unterstützt. Bereits 1991 hatte Herr Zaibi als damaliger Vorsitzender des Tunesischen Vereins in Wolfsburg eine Städtepartnerschaft mit Jendouba angeregt.

Am 01. September 2010 beschloss dann der Rat der Stadt Wolfsburg, auf der Grundlage der langjährigen intensiven Kontakte, eine Städtefreundschaft mit Jendouba einzugehen. Im Rahmen des Besuchs des damaligen Bürgermeisters Larbi Hannachi wurde am 30. September 2010 in Wolfsburg eine Freundschaftsvereinbarung unterzeichnet.

Die Stadt Wolfsburg beteiligt sich mit Jendouba am entwicklungspolitischen Projekt „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“. Das Projekt umfasst den Bau einer Parkanlage für Jugendliche unter Bürgerbeteiligung in einem Stadtteil von Jendouba. Das gemeinsame Projektvorhaben basiert auf einem Mangel an Jugendtreffpunkten, die für die Freizeitgestaltung Jugendlicher von großer Bedeutung sind. Die Hospitanten erhalten während ihres Aufenthaltes im Rathaus einen Einblick in die Verwaltungsstrukturen der Stadt und lernen die Aufgaben der Abteilungen Flächenplanung, Integration, Bürger- und Jugendbeteiligung kennen.

Die tunesischen Kommunen befinden sich nach dem Arabischen Frühling im Aufbau kommunaler und demokratischer Strukturen. Mit Hilfe des Wissenstransfers können Sie von den Erfahrungen der deutschen Kommunen in der Stadtentwicklung – zugunsten effizienter Dienstleistungen, verbesserter Lebensbedingungen, zusätzlicher Arbeitsplätze und neuer Strukturen, die eine Beteiligung der Zivilbevölkerung ermöglichen – profitieren.