- Stammtisch über die IFK-Reise nach Togliatti

Anfang Juni reisten Mitglieder des IFK anlässlich des
25-jährigen Partnerschaftsjubiläums mit Wolfsburg in die russische Stadt Togliatti. Zum IFK-Stammtisch berichteten die Teilnehmer Brunhilde Keiser, Friedrich-Wilhelm Gundlach und Ulrich Hasenlust über ihre Erlebnisse.

3.000 Kilometer liegt die russische Partnerstadt Togliatti von Wolfsburg entfernt. Mit 712.000 Einwohnern liegt sie auf Platz 18 der größten Städte Russlands. Ähnlich wie in Wolfsburg ist die Automobilfirma „Avtovaz“ der größte Arbeitgeber in der Region, in dem Lada-Werk arbeiten rund 44.000 Beschäftigte.

Diese und weitere detaillierte Informationen über Togliatti präsentierte Ulrich Hasenlust zu Beginn des IFK-Stammtisches vor rund 35 ZuhörerInnen im Saal des Föhrenkrugs. Er organisierte die Reise im Vorfeld und begleitete die Fahrt mit 19 TeilnehmerInnen des Internationalen Freundeskreises sowie der Deutsch-Russischen-Gesellschaft (DRG) Wolfsburg in die Partnerstadt.

„Mit Leidenschaft und viel Herz wurden wir als ‚Pioniere‘ in Togliatti empfangen“, erinnerte sich Ulrich Hasenlust an die Gastfreundlichkeit der Mitarbeiter des Togliatti Visit Centers. Mit diesem, der Stadt Togliatti sowie dem IFK wurde die Reise im Vorfeld geplant und das Besuchsprogramm für die Gruppe zusammengestellt.

Brunhilde Keiser berichtete anhand vieler Fotos von einem Besuch im Avtovaz-Museum, einer Tour durch das Lada-Automobilwerk, einem Rundgang durch das örtliche technisch-historische Museum und den Eindrücken eines Speedwaay-Rennens am zweiten Tag. „Besonders beeindruckte mich der Anblick eines im technischen Museum ausgestellten, 90 Meter langen U-Bootes“, erklärte sie den ZuhörerInnen.

Am 3. Tag fuhr die Reisegruppe in die nahegelegende Hauptstadt Samara, wo ein Stadtrundgang sie zu den bedeutendsten historischen Plätzen führte. Hier konnten die Teilnehmer eine Raumkapsel und Astronautenequipment im Museum für Luft- und Raumfahrt aus der Nähe betrachten.

Aus luftiger Höhe ging es für die Gruppe hinab in 38 Meter Tiefe: Erst 1992 wurde der Stalin-Bunker im Hinterhof eines unscheinbaren Künstlerhauses entdeckt. „Die Stadtführerin erklärte uns, dass die Arbeiter vor dem Bau des Bunkers eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnen mussten“, erzählte Frau Keiser und ergänzte „bis heute gelten die Männer seit Ende der Bauzeit des Bunkers als vermisst“.

Friedrich-Wilhelm Gundlach berichtete von Ausflügen in die Natur am 4. Tag der Reise. In einem Biosphärenreservat lernte die Gruppe die unberührte Landschaft um Togliatti kennen, stieg auf den 300m hohen Strelka-Berg und besuchte ein Museum des Künstlers Repin. Auf einer Ginseng-Farm erfuhren die TeilnehmerInnen von den vielfältigen Heilwirkungen der Pflanze.

Nach einem erneut vielfältigen Programm am 5. Tag mit Besuchen einer Veranstaltung der Tataren, eine Ethnie mit etwa 6% Anteil an der Bevölkerung Togliattis, des örtlichen Fisch-Festes, einer Bootsfahrt auf der Wolga sowie die Besichtigung des historischen Museums, nahm die Reisegruppe am Abend an der offiziellen Feier des Städtejubiläums teil.

„Es herrschte eine sehr freundliche Atmosphäre, die die guten persönlichen Kontakte zwischen den russischen und deutschen Gästen widerspiegelte“, erinnerte sich Herr Gundlach und fügte hinzu, „auch wenn es auf Regierungsebene aktuell etwas knischt“. Einen ebenso herzlichen Empfang wurde den Wolfsburger Gästen am letzten Tag ihrer Reise im Rathaus von Togliatti bereitet.

Das kulinarische Resümee der Reisenden: „Die berühmte Bortsch-Suppe darf zu keinem Menü fehlen“ und „Die Wodkagläser sind kleiner als noch vor ein paar Jahren“.

IFK-Präsidentin Rita Werneyer bedankte sich bei den Vortragenden und lud im Anschluss an Fragen und Ergänzungen aus dem Zuhörerkreis zu weiteren Gesprächen bei einem erfrischenden Getränk an der Bar des Föhrenkrugs ein.