- Vortrag „Gesellschaftlicher Wandel der Region“

Am 7. Dezember präsentierte Julius von Ingelheim, Vorstandssprecher der Wolfsburg AG, historische Entwicklungen und aktuelle Geschehnisse in der Region Braunschweig-Wolfsburg. Hierzu lud der IFK zu einem Vortragsabend in das Forum AutoVision ein.

Von einer Stadt im ehemaligen „Zonenrandgebiet“ der Bundesrepublik zur DDR rückte Wolfsburg nach dem Mauerfall 1989 in das Zentrum des wieder vereinten Deutschlands und somit in die Mitte eines bis heute zusammenwachsenden europäischen Wirtschaftsraumes. Erst kürzlich wurde Wolfsburg im Städteranking vom Institut der deutschen Wirtschaft zur „dynamischsten Großstadt Deutschlands“ gekürt.

Was dieser Titel für Wolfsburg als Stadt und für die Region insgesamt bedeutet, welche Chancen, aber auch Risiken sich in Zukunft ergeben können, darüber sprach Julius von Ingelheim in seinem Vortrag zum Wandel der Region. Er stellte verschiedene Studien und Forschungsergebnisse zu möglichen Entwicklungen in der Region Braunschweig-Wolfsburg vor. In den Ergebnissen finden sich Zuzüge in Ballungszentren, dort steigende Immobilienpreise, eine Bevölkerungsabnahme in ländlichen Gebieten sowie eine Überalterung der Einwohner insgesamt.

Herausforderungen dieser Größenordnung sind für die Region jedoch nicht neu. Als Vorstandssprecher der Wolfsburg AG, 1999 im Zuge einer VW-Krise und steigender Arbeitslosenzahlen ins Leben gerufen und heute ein Paradebeispiel für öffentlich-private Partnerschaften im Bereich der Beschäftigungs- und Strukturförderung, gab Julius von Ingelheim einen Einblick in die Tätigkeitsfelder des Unternehmens.

Im Vordergrund stünde dabei inzwischen auch die Steigerung der Attraktivität der gesamten Region. Aus dieser Absicht heraus gründete sich Anfang 2013 die „Allianz für die Region GmbH“, in der sich Kräfte aus Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft bündeln und vernetzen, um eine nachhaltig starke und attraktive Region zu schaffen.

„Zunächst gilt es aber, die Identifikation der Region nach innen zu fördern“, erklärte der Referent und bezog diese Aussage auf die hier lebenden Menschen. So könne ein jeder zum „Regionär“ werden und für seine Heimat werben. Hierfür startete beispielweise erst kürzlich die Website meine-region.de, auf der Blogger aus der Region für und über die Region von Gifhorn bis Goslar und von Peine bis nach Helmstedt schreiben.

Im Anschluss an die Veranstaltung fanden sich die rund 40 Zuhörer noch zu einem gemeinsamen Gedankenaustausch ein. IFK-Präsidentin richtete ein herzliches Dankeschön an die Wolfsburg AG, die als Sponsor die Veranstaltung in diesem besonderen Rahmen ermöglichte.

 

Die Vortragsveranstaltung stelle den Abschluss der IFK-Aktivitäten im Jahr 2015 dar. Der Verein wünscht seinen Mitgliedern, Freunden und Interessierten eine besinnliche Advents- sowie eine schöne Weihnachtszeit!