- Stammtisch IFK

Am 17. Juli lud der Internationale Freundeskreis Wolfsburg e.V. Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums zu seinem Stammtisch in das Bistro Aalto ein.  Die Jugendlichen berichteten von ihrem Austausch mit Schülern der spanischen Sekundarschule „Padre Juan de Mariana“ in Talavera, den der Verein finanziell unterstützte.

Reichlich Souvenirs präsentierten die Schülerinnen und Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums beim Stammtisch des Internationalen Freundeskreises. Teller, Schmuck und Schüsseln aus der spanischen Stadt Talavera, bekannt für ihre jahrhundertealte Keramikkunst, erhielten sie als Geschenke von ihren Gastfamilien. Im Mai diesen Jahres besuchte die Spanischklasse mit ihrer Lehrerin Andrea Krause im Rahmen eines Schüleraustausches die Sekundarschule „Padre de Juan“ in der Provinz Toledo. Die 10-tägige Reise der Wolfsburger unterstütze der IFK mit einem Zuschuss.

Vor Ort kamen die 14- bis 17-jährigen in Gastfamilien unter, besuchten den Unterricht und erlebten den spanischen Alltag. Besonders die warme Herzlichkeit der Spanier beeindruckte sie sehr. Einige saßen nur wenige Tage später am Geburtstagstisch des spanischen Großvaters. „Wir wurden mit offenen Armen empfangen“, schwärmte Lara Trematerra vom Schüleraustausch.

Ein Großteil der Teilnehmer kostete zum ersten Mal Paella, Tortilla, Churros und Co. Bei Schülerin Janina van Issen hinterließ der Ablauf der Schulstunden einen bleibenden Eindruck: „Der Unterricht findet frontal und nur selten in Gruppenarbeit statt. Dafür dürfen die Schüler ihre Lehrer duzen.“

Besonders der südländische Tagesrhythmus gefiel den deutschen Besuchern. Die Schule begann eine Stunde später und das Abendessen wurde erst nach 22 Uhr aufgetischt. „So konnten wir abends länger aufbleiben und morgens länger schlafen“, berichtete Fabian Müller am Stammtischabend. Die freie Zeit nutzten die Jugendlichen dann für gemeinsame Treffen, Konzertbesuche und Stadtfeste. Sogar ein Ausflug in die Landeshauptstadt Madrid stand auf dem Programm.

Obwohl nur wenige spanische Schüler der deutschen Sprache mächtig waren, gab es keine Verständigungsprobleme. Die Wolfsburger Schüler lernen seit mehr als zwei Jahren Spanisch und im Notfall griff man auf die Weltsprache Englisch zurück. Schnell entwickelten sich feste Freundschaften, die bis zum Gegenbesuch der Spanier gepflegt wurden.

Ende Juni war es dann soweit: Die spanische Schülergruppe besuchte Wolfsburg. So herzlich wie zuvor sie begrüßt wurden, empfingen auch die deutschen Jugendlichen ihre Gäste aus Talavera mit einem bunten Programm. Neben Besuchen der Wolfsburger Attraktionen unternahm die Gruppe Ausflüge nach Braunschweig, Hannover, Potsdam und Hamburg. Der Kontrast zwischen ihrer 2000 Jahre alten Heimatstadt Talavera und dem noch jungen Wolfsburg beeindruckte die Teilnehmer.

Wunderten sich die deutschen Schüler zuvor über die Ess- und Unterrichtskultur der Spanier, so ungläubig schauten letztere als ihre Gastgeber bei nur 18 Grad Wassertemperatur in die Seen der Umgebung sprangen. Besser gefiel den Südländern die deutsche Küche, allen voran typische Gerichte wie Currywurst und Käsekuchen.

Für die Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums steht fest: „Sobald sich die Möglichkeit ergibt,  reisen wir noch einmal nach Talavera“, ist sich Schüler Seraphin Struck sicher und erntete Beifall von seinen Klassenkameraden. Aktuell pflegen die Wolfsburger einen noch sehr engen Kontakt zu ihren spanischen Freunden mit Hilfe der sozialen Medien. „Bereits in diesem Sommer werde ich meine Austauschpartnerin wieder besuchen“, freute sich Lara Trematerra.

Im Rahmen eines EU-Projektes arbeitet das Albert-Schweitzer-Gymnasium mit Schulen aus sechs weiteren europäischen Ländern zusammen. Lehrerin Andrea Krause ist überzeugt, dass die Verbindung mit der spanischen Sekundarschule zukünftig erhalten bleibt und bedankte sich für die Hilfe von Kollegen und Eltern.