- Vortragsveranstaltung mit dem Volkswagen-Werkleiter in Chattanooga, Herrn Frank Fischer

„Erfahrungen aus dem Projekt Chattanooga“

Am Nikolausabend lud der Internationale Freundeskreis Wolfsburg e.V. zu einer besonderen Veranstaltung in das Forum AutoVision ein.
Als Gastreferent präsentierte Frank Fischer, Volkswagen-Werkleiter in Chattanooga, den im Mai 2011 offiziell eröffneten Standort im US-Bundesstaat Tennessee.

Seinen Bericht über die „Erfahrungen aus dem Projekt Chattanooga“ begann er mit der Vorführung eines Kurzfilms über die Bebauung des einst unerschlossenen Geländes, die ereignisreche Einweihung des Werkes, bis hin zum ersten produzierten All New Passat.
Die Limousine erfreut sich bei den amerikanischen Autokäufern einer steigenden Beliebtheit, Konzernziel ist die Herstellung von 180.000 Fahrzeugen im nächsten Jahr.

Volkswagen setzt große Hoffnungen in das neue Werk in Amerika. Es geht darum, den wichtigen US-Automobilmarkt zu erschließen, der bei den Bauplanungen im Jahr 2008 den größten Absatzmarkt stellte. Diese Intention ist Teil des Strategiepapiers Mach 18! des Volkswagenkonzerns, das den Aufstieg zum weltweiten Autobauer Nummer eins  zum Hauptziel hat.

Mit mehr als 2.500 Mitarbeitern ist Volkswagen in Chattanooga einer der größten Arbeitgeber der Region. Herr Fischer, vor seinem Wechsel nach Amerika VW-Werkleiter in Braunschweig, verriet das so simpel klingende Geheimnis der Zusammenarbeit eines großen internationalen Teams: kurze Wege. So werde die direkte Kommunikation gefördert und es entstehe ein Gemeinschaftsgefühl – die Basis für gelungenes Teamwork.

Im Anschluss an den Vortrag moderierte Marius Dehm von den Young Friends die Fragerunde des Publikums. Interessiert wurde nach dem konkreten Projektplan, dem Gewerkschaftseinfluss und den kulturellen Eigenschaften der Amerikaner gefragt und kritisch über die Schließung des VW-Werkes in Westmoreland 1988 diskutiert.           

Zum Ausklang des informativen Abends konnten die rund sechzig Teilnehmer, darunter auch Manfred Kolbe, Ehrenbürger der Stadt Wolfsburg, auch die kulinarische Seite Amerikas entdecken: zwischen Mini-Burgern, Chicken Wings und Donuts tauschten sich jung und alt über das Vortragsthema aus.