- 6. Tag auf See: Durch die Grachten nach Lemmer

Wir wurden heute Morgen pünktlich um halb sechs geweckt. Allerdings nicht von unseren Weckern sondern vielmehr von dem peitschenden Regen gekoppelt mit starken Böen die über unser Deck wehten. So haben wir uns entschlossen den Sturm abzuwettern und erst um 08:30 Uhr die Segel in Richtung Lemmer zu setzen. Gespannt auf den sonnigen Tag standen Karsten und Marius am Steuer und motorten die teilweise noch schlafende Crew durch die Grachten.  Die aufziehenden Wolken verhießen nichts Gutes und so setzte bald der Regen ein. Schnell hüpften Tim,  Karsten und Marius in das Ölzeug und standen im Cockpit. Der auffrischende Wind half uns die Segel zu setzen und durch die Grachten zu gleiten. Liebevoll wurden Brötchen von der Crew für die drei – die draußen standen – geschmiert. So fuhren wir bis Ijlst und mussten dort aufgrund der Brückenzeit warten. Wir versüßten uns das Warten mit „Frikandeln Spezial“ und Pommes Frites. Die Sonne kämpfte sich durch die Wolken während wir bei rund 5 Knoten und bei gesetzten Segeln weiter fuhren. Bevor wir die letzte Schleuse passierten setzten wir noch einmal das Großsegeln und die Fock und segelten in schmalen Kanälen umfangreiche Kommandos. Dabei wurde deutlich, dass aus uns eine wirkliche Crew geworden ist, die gemeinsam auf große Fahrt gehen kann.  In Lemmer angekommen machten wir wieder in unserer alten Box fest und klarten unser Boot auf. Heute ist der erste Abend an dem wir im Cockpit zu Abend essen konnten. Passend zum schönen Wetter wurde gegrillt und ein lustiger Abend verbracht.