- 6. Tag auf See: Durch die Grachten nach Lemmer

Wir wurden heute Morgen pünktlich um halb sechs geweckt. Allerdings nicht von unseren Weckern sondern vielmehr von dem peitschenden Regen gekoppelt mit starken Böen die über unser Deck wehten. So haben wir uns entschlossen den Sturm abzuwettern und erst um 08:30 Uhr die Segel in Richtung Lemmer zu setzen. Gespannt auf den sonnigen Tag standen Karsten und Marius am Steuer und motorten die teilweise noch schlafende Crew durch die Grachten.  Die aufziehenden Wolken verhießen nichts Gutes und so setzte bald der Regen ein. Schnell hüpften Tim,  Karsten und Marius in das Ölzeug und standen im Cockpit. Der auffrischende Wind half uns die Segel zu setzen und durch die Grachten zu gleiten. Liebevoll wurden Brötchen von der Crew für die drei – die draußen standen – geschmiert. So fuhren wir bis Ijlst und mussten dort aufgrund der Brückenzeit warten. Wir versüßten uns das Warten mit „Frikandeln Spezial“ und Pommes Frites. Die Sonne kämpfte sich durch die Wolken während wir bei rund 5 Knoten und bei gesetzten Segeln weiter fuhren. Bevor wir die letzte Schleuse passierten setzten wir noch einmal das Großsegeln und die Fock und segelten in schmalen Kanälen umfangreiche Kommandos. Dabei wurde deutlich, dass aus uns eine wirkliche Crew geworden ist, die gemeinsam auf große Fahrt gehen kann.  In Lemmer angekommen machten wir wieder in unserer alten Box fest und klarten unser Boot auf. Heute ist der erste Abend an dem wir im Cockpit zu Abend essen konnten. Passend zum schönen Wetter wurde gegrillt und ein lustiger Abend verbracht.

- 5. Tag auf See: Es geht wieder gen Norden nach Stavoren

 

Guten Morgen Enkhuizen! Der Morgen begann mit einem leckeren Frühstück unter einem wunderschönen blauen Himmel im Cockpit unserer „orange anouk“.  Nach einem kurzen Landbesuch in Enkhuizen machten wir uns um 13:30 Uhr auf den Weg nach Stavoren. Leider herrschte heute eine leichte Flaute die im Laufe des Tages auf 2-3 Windstärken auffrischte und wir bei einem Halkbwindkurs rund 5-6 Knoten erreichten.  In Stavoren angekommen klarierten wir beim Hafenmeister ein und suchten uns einen passenden Liegeplatz, da der Hafen relativ flach ist und wir einen Tiefgang von 1,65 Metern haben.  Unsere Smutjes zauberten heute wieder ein leckeres Abendessen.  Während draußen ein Gewitter aufzog besprachen wir den Kurs für den morgigen Tag, der uns durch die Grachten nach Lemmer bringen wird. Wir starten morgen früh um 6 Uhr und deswegen geht es jetzt gleich in die Kojen.

Gute Nacht und viele Grüße aus Stavoren
IFK Sailing Crew

 

- 4. Tag auf See: Mit Raumwind nach Enkhuizen

Nautische Daten 

Kurs auf:     Enkhuizen N 52°42.031' E005°17.429' 
Wind: Süd-West
Wetter: Bedeckt
Kompasskurs: 160, später 45
Log: 13 sm
Segelführung: G,FI 

Heute haben wir erst etwas später gefrühstückt und unseren Vorrat an Wasser und Diesel aufgefüllt, bevor wir die Stadt mit ihren eindrucksvollen Häusern erkundeten.  Dabei haben wir viele typische  „Leckerrein“ gekauft und unseren Proviant auch kulinarisch aufgefüllt.  Am Nachmittag frischte der Wind etwas auf und wir machten uns um 16 Uhr auf den Weg nach Enkhuizen.  Durch den Raumwind erzielten wir eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 5 Knoten und schleusten vom Markermeer zurück ins Ijsslemeer und erreichten Enkhuizen nach rund 2,5 Stunden.  Nach dem Einklarieren ging es auch gleich wieder auf Restaurantsuche.  Auch heute fanden wir ein leckeres italienisches Restaurant, was für jeden Geschmack etwas bereithielt. Abends saßen wir bei einer lustigen „Gin-Doppelkopf-Runde“ zusammen. 

 

- 3. Tag auf See: Segeln oder im Hafen von Lelystad verweilen? Wir Segeln!

Nautische Daten 

Kurs auf:     Hoorn N 52°38.299' E005°03.821' 
Wind: West-Nord-West drehend auf West
Wetter: Wölkig
Kompasskurs: 300, später 312
Log: 18 sm
Segelführung: FI später G,FI 

 Das Gewitter der gestrigen Nacht ging bis in den heutigen Tag hinein und so haben wir uns entschieden, den Vormittag zunächst im Hafen zu verbringen. Wir klarten unser Boot auf und spielten Karten auf dem Achterdeck bei 6-7 Windstärken im Hafen. Wir prüften im Laufe des Tages immer wieder den Wind und hofften, dass wir heute doch noch weiter fahren können. Das Wetterradar versprach 5 Windstärken und ein trockenes Wetter. Wir besprachen die Wettervorhersage und wollten wieder auf die See und die Segel setzen. Wir setzten zunächst nur die Fock und nahmen Kurs auf Hoorn. Leider breitete sich die Seekrankheit heute bei der starken Dünnung weiter aus. Zwischendurch schauten wir etwas ängstlich nach vorn, da sich das Seil der Fock gelöst hatte. Als Karsten die Fock „Back gehalten“ hat löste sich plötzlich die Fockschot. Allerdings war nichts gerissen, es hatte sich nur der Knoten an der Fock gelöst. Später setzten wir das Groß im 2. Reff um mehr Stabilität zu erzielen und auch um etwas mehr an Fahrt zu gewinnen (sehr zur Freude von Marius – „Denn Stabilität ist das A – und O“). Wir werden als Team immer besser, die Abläufe spielen sich langsam ein und so hielten wir mit 7 Knoten in der Spitze Kurs nach Hoorn. Wir fuhren durch die alte Schleuse in den Binnenhafen der Stadt und genossen die beeindruckende und urige Kulisse. Nachdem wir unseren schönen Liegeplatz gefunden haben ging es auch schon bald in die Stadt zum Essen. Das heutige Essen reichte von der holländischen Käsesuppe über Rumpsteak bis hin zum Lachsfilet mit Blick auf die Grachten.