- 2. Tag auf See: Ab in den Süden nach Muiden

Nautische Daten 

Kurs auf:     Muiden 52 20 7.32N 5 4 7,74E
Wind: Süd-West
Wetter: Leicht bewölkt
Kompasskurs: 210, später 190
Log: 35,46 sm
Segelführung: G,FI 

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“ oder anders gesagt: Wer früh ausklariert hat länger Wind. Genau so war es heute.  Bei 3 Windstärken nahmen wir zunächst Kurs auf Lelystad und frühstückten unter gesetzten  Segeln im Cockpit.  Kurz nachdem wir unseren Frühstückstisch aufgeklart hatten, änderte sich innerhalb von Minuten das Wetter. Der Wind frischte auf 5 Windstärken mit teilweise starken Böen auf und es regnet kräftig.  Schnell waren alle Positionen besetzet. Tim übernahm gemeinsam mit Suleika die Großschot und Philip und Marie steuerten die Fock während Marius das Ruder fest in den Händen hielt. Alle waren jetzt hochkonzentriert und achteten auf die Kommandos von Karsten.  Die ersten Situation in der wir beweisen mussten, dass wir ein Team sind hatten wir erfolgreich gemeistert und steuerten im ersten Reff mit einem Raumwindkurs wieder in Richtung Lelystad.  In Lelystad mussten wir durch die Schleuse und sind nun im Markermeer, südlich vom Ijsselmeer.  Nach der Schleuse stärkten wir uns mit leckeren Broten von Marie und Suleika für die weitere Fahrt. Die Stärkung war auch zwingend notwendig, da sich ein Seil in unserem Toplicht am Mast verhakt hatte und wir unser Großsegel nicht setzten konnten. Wir wussten was das bedeutet: Wir müssen in den Mast klettern – das Seil lösen. Wir fuhren in den nächsten Hafen und Karsten legte den Klettergut an und wir zogen ihn zu dritt über die Winsch hoch in den Mast. Gemeinsam haben wir es geschafft das Seil zu lösen und konnten nun die Segeln gen Muiden setzen.  Aufgrund der Windrichtung mussten wir gegen den Wind kreuzen, wobei wir 6 bis 7 Knoten Fahrt aufgenommen haben. Durch die zunehmende Dünung kam leider auch bei dem ein oder anderen die Seekrankheit auf. Wir entschieden uns daher zurück in den Hafen nach Lelystad zu fahren.  Nach dem Einklarieren und Festmachen erkundeten wir den Hafen und damit flaute auch so langsam die Übelkeit ab.  Nach diesem ereignisreichen Tag freuten wir uns alle auf ein schönes Abendessen von Suleika und Marie. Nach den 1300 Gramm Spaghetti   mit der leckeren und würzigen Tomatensauce zog ein Gewitter mit starken Windböen auf und Tim, Karsten und Marius überprüften nochmals die Leinen bevor es dann bald in die Kojen ging.